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Die Klasse MFA11a zu Besuch im Altenheim Marienstift der Caritas

Im Religionsunterricht wird der nächstenliebende Dienst praktiziert

Die Klasse MFA11a besuchte am 10.12.2015 mit ihrem Religionslehrer Herrn OStR Alfred Sagmeister das Altenheim der Caritas Marienstift. Mit liebevoller Fürsorge fuhr jede Schülerin eine gehbehinderte Altenheimbewohnerin im Rollstuhl zum Christkindlmarkt in die Straubinger Innenstadt.

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So konnten auch diese alten und einsamen Menschen ein Stück weihnachtliche Vorfreude bei einem Kinderpunsch und Lebkuchen genießen.

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Die Bewohner bedankten sich ganz inniglich bei den Schülerinnen der MFA11a für ihren nächstenliebenden Dienst.

Anfangsgottesdienste 28. September bis 1. Oktober 2015 in der Christuskirche in Straubing

Beginn des Wortgottesdienstes: täglich um 8:15 Uhr

Teilnehmende Klassen:

Montag, 28.09.2015: BK11a, BM10a, GH10c, GSV10b, HI10; ZFA10a, EH10a

Dienstag, 29.09.2015: EH10c, MFA10b; RE10b; ST10

Mittwoch, 30.09.2015: BK11b, EH10b, MFA10c; TFA10; BS11

Donnertag, 01.10.2015: BM10c; MFA10a; BM10b

 

Die Gottesdienstgestaltung übernimmt Diakon Alfred Sagmeister, für die musikalische Umrahmung sorgt Aloisia Aumeier.

 

Die Lehrkräfte der ersten Stunde begleiten die Klassen zur Kirche.

Bitte, liebe Schülerinnen und Schüler, verhalten Sie sich in der Kirche angemessen und würdig (Mütze herunter nehmen, Kaugummi raus, Handy ausschalten, ...).

 

Einen schönen und besinnlichen Gottesdienst wünscht Euch

Alfred Sagmeister

Die Weihnachtliche Botschaft der Nächstenliebe konkret

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OStR Alfred Sagmeister (ganz links) mit SchülerInnen der GH 10 und Bewohnern des Alten- und Pflegeheims

 

Schülerinnen und Schüler der GH 10 überbrachten mit ihrem Religionslehrer Herrn OStR Sagmeister den Bewohnern des Alten- und Pflegeheims Marienstift der Caritas dieses Jahr in besonderer Weise die Weihnachtsbotschaft.

15 pflegebedürftige Bewohner, die sich einzig und alleine mit einem Rollstuhl fortbewegen können, wurden in liebevoller und fürsorglicher Weise im Altenheim Marienstift abgeholt und zu ihrer großen Freude auf den Straubinger Christkindl Markt geschoben. Ohne die Hilfe der Schülerinnen und Schüler wäre dies nicht möglich gewesen.

Geleitet wurde die Aktion von dem Beschäftigungstherapeuten des Marienstift Herrn Schostach, der zu aller Freude alle Pflegebedürftigen, als auch die Schülerinnen und Schüler zu einem Heißgetränk einlud und Lebkuchen verteilte.

Die weihnachtliche Botschaft der Nächstenliebe fand jedoch ihren stärksten Nachhall in den Gesprächen, die sich zwischen junger und alter Generation entwickelten, das Verständnis für alte und kranke Menschen schärfte sowie die Bereitschaft stärkte, Hilfe zu geben, wo sie notwendig ist.

Auch der Fernsehsender Donau-TV bemerkte diese gute Tat der Schülerinnen und Schüler der Staatlichen Berufsschule II und interviewte Herrn Sagmeister zu diesem segensreichen Tun.

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Euch Allen eine besinnliche Adventszeit und Gottes reichen Segen.

Wechsel der schulinternen Fachbetreuung Katholische Religionslehre

StRin Katja Schötz und OStR Alfred Sagmeister werden ab Mai 2013 die Aufgaben der Fachbetreuung Religion/Ethik übernehmen. Während Frau Schötz die schulischen/unterrichtlichen Aufgaben wahrnehmen wird, wird sich Alfred Sagmeister den mit der Fachbetreuung verbundenen pastoralen Aufgaben widmen. Natürlich werden alle Mitglieder im Fachbereich katholische/evangelische Religionslehre und Ethik die beiden nach besten Kräften unterstützen. Unser aller Dank gilt dem bisherigen Fachbetreuer OStR Hans-Peter Adam für seine zehnjährige Tätigkeit als Fachbetreuer. Wir danken aber auch den neuen Fachbetreuern für die Übernahme des Amtes und wünschen ihnen viel Erfolg und Freude bei der neuen Aufgabe.

Für die Mitglieder des Fachbereiches

Oliver Gebhard, StR

Wichtige Termine der Fachschaft für das Schuljahr 2012/13:

 

1. Anfangsgottesdienste vom 17.09. bis 21.09.2012 in St. Veit (Klasseneinteilung durch Aushang am Schwarzen Brett)

 

2. Jahresfortbildung in Regensburg am 05.11.2012 (Anmeldung über FIBS)

 

3. Erste Fachschaftssitzung am 20.11.2012

 

4. Adventfeier des Kollegiums am 13.12. oder 20.12.2012 (nach Absprache mit dem Personalrat und Schulleitung)

 

5. SCHILF Religion/Ethik am 23.01.2013 zum Thema: "Gefahren des Internets am Beispiel des Cybermobbing

(Dozenten: Herr Kronfeldner - Polizei Straubing und Bruno Lux - Staatliche Schulberatungsstelle  Niederbayern)

 

6. Abschlussgottesdienst am 25.01.2013 (ökumenischer Wortgottesdienst in der Christuskirche)

 

7. Zweite Fachschaftssitzung am 08.05.2013

 

8. Abschlussgottesdienst am 19. Juli 2013 (Eucharistiefeier in der Jesuitenkirche)

 

Die Religionslehrerin, der Religionslehrer im Spannungsfeld von Klasse, Kollegium und Kirche

„Unter einem Spannungsfeld versteht man im Allgemeinen einen Bereich mit unterschiedlichen  und gegensätzlichen Kräften, die aufeinander wirken. Sie rufen so einen Zustand hervor, der wie mit einer Spannung geladen zu sein scheint.“ Überträgt man diese Definition auf die Arbeit des Religionslehrers an berufsbildenden Schulen, so ergeben sich vornehmlich drei Kräfte, die dieses Spannungsfeld  hervorrufen: die Jugendlichen in den Klassen, das Kollegium und die Institution Kirche. Und der Religionslehrer steht mittendrin!

Wenn man diese Kräfte einzeln betrachtet, so ergeben sich Ursachen,  die den Beruf des Religionslehrers zu einem alltäglichen Abenteuer, im Zusammenwirken aber  zu einer großen Herausforderung werden lassen.

Da sind zum einem die Schüler, die größtenteils keine kirchliche und keiner religiöse Beheimatung mehr haben. Von Glaube, Bibel und erst recht der Amtskirche halten sie nicht viel. Als wissenschaftlich aufgeklärte Menschen kann man doch nicht an Jungfrauengeburt, Auferstehung und Erschaffung der Welt durch Gott glauben! Glaubhaft ist nur, was man sehen und beweisen kann!  Von dem Sinn, der Bedeutung kirchlicher Feste sind sie weit weg! Und außerdem: hat Jesus überhaupt wirklich gelebt? Für den Glaubensverkünder ist das Aufholen des fehlenden religiösen Grundwissens  eine Sisyphus-Arbeit.

Fast ähnlich verhält es sich mit den Kollegen. Da ist der Religionslehrer immer mehr von sogenannten Humanisten umgeben. Sie respektieren ihn zwar als Lehrkraft, halten aber von seinem Fach nicht allzuviel. Religion ist in ihren Augen Ansichtssache oder rein dem Gefühl zuzuordnen .Auf keinen Fall gehört er an eine öffentliche Schule!  An der Berufsschule geht es doch um Kompetenzen für den Beruf und nicht um so etwas Privates, wie Religion! Ein Teil der Betriebe unserer Auszubildenden blasen sicherlich in das gleiche Horn.

Und zum anderen, steht der Religionslehrer im Verkündigungsdienst der Kirche! Da ist es nicht immer leicht, sich als Vertreter dieser Institution vor die Schüler zu stellen, wenn ständig negative Schlagzeilen über Pfarrer, Bischöfe oder andere kirchlichen Vertreter  in den Schlagzeilen der Medien  zu finden sind. Zwangsläufig ergeben sich da Fragen, wie: Ist man seinen Schülern verpflichtet oder dem kirchlichen Lehramt? Wie fromm soll der Religionsunterricht  gerade an der Berufsschule sein? Wie hilft mir die Amtskirche  in meiner Arbeit  und was erwartet man auf  kirchlicher Seite von mir?

Dieses Spannungsfeld, in dem sich der Religionslehrer  behaupten muss, bringt sicherlich manchen „Reibungsverlust“  mit sich, aber es führt auch immer wieder zu einer Neu-Positionierung unserer Berufung: „Was ist am Ende das eigentlich Christliche?“ Wie komme ich immer wieder zum Wesentlichen? Wie bringe ich mit meiner Lehrerpersönlichkeit  den jungen Menschen die frohe Botschaft, dass Gott Mensch geworden ist, nahe?

Oder wie es die deutschen Bischöfe  in der Erklärung „Die bildende Kraft des Religionsunterrichts“ formuliert haben: „Junge Menschen auf einen guten Weg bringen; sie eine wichtige Strecke begleiten, Mensch zu werden; das Wichtigste in ihnen bekräftigen, damit sie ihr Leben bejahen können; das Vertrauen stärken, im Leben stehen und bestehen können; die Zuversicht wecken, dass es für alle ein gutes Ende gibt; den Mut anregen, auf andere Menschen zuzugehen, sich ihnen öffnen, ja sogar für sie verletzbar zu machen. Dieses Wichtigste im Leben heißt in der Glaubenssprache: Glaube, Hoffnung und Liebe haben. Wir können diese Haltungen den Menschen nicht schenken oder anerziehen. Aber wir können sie fördern.“

Auch in diesem Schuljahr stellten sich die Lehrerinnen und Lehrer der Fachschaft Religion/Ethik diesem „Förderprogramm“:

Die Fachschaft konnte sich durch den Einsatz von StRin Michaela Schütz (mit Zweitfach Kath. Religion) in diesem Schuljahr erneut vergrößern. Sie stellt sich anschließend kurz vor.

Leider mussten durch den längerfristigen Ausfall von StRin Andrea Obtmeier  etliche Stunden im Fach evangel. Religionslehre und durch den unvorhergesehenen Einsatz von StRin Katja Schötz im Bankbereich  auch etliche Stunden im Fach kath. Religionslehre entfallen.

Insgesamt war aber die Unterrichtung des Faches Religion und Ethik in allen drei Jahrgangsstufen gewährleistet!

In der Woche vom 19.September bis 23. September fanden die Anfangsgottesdienste in St. Veit für die 10. Jahrgangsstufe statt. Vorbereitet und gestaltet mit einem erlebnispädagogischen Element wurden diese Wortgottesdienste von OStR Sagmeister und StRin Katja Schötz zum Thema: „Gemeinsam an einem Strang ziehen“.

In der Woche vom 28.November bis 02. Dezember stand wiederum das Thema HIV/AIDS im Mittelpunkt der Mathias-von-Flurl-Schule. Mit einem Vortrag zum Kinderhaus Elowanbeni der Kinderaidshilfe Regensburg wurde diese Präventionswoche am Montag eröffnet und mit Herrn Edenhofer und Frau Bachl vom Gesundheitsamt Straubing-Bogen die Woche über mit einzelnen Klassen weiter vertieft (siehe Eigenbericht!).

Am Donnerstag, den 15.Dezember feierte das Kollegium die traditionelle Adventfeier. Wie immer wurde diese adventliche Besinnung von Mitgliedern der Fachschaft Religion, diesmal unter der Federführung von OStR Sagmeister , StR Gebhard und LAssin Buchner vorbereitet. StD Boiger übernahm die musikalische Umrahmung der Feier.

Am 11. Januar konnte Schulleiter OStD Werner Kiese erneut den Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie Dr. med. Heindl zu einer schulinternen Fortbildung zum Thema „Amok“ an unserer Schule begrüßen. Nach einem geschichtlichen Rückblick , stellte der kompetente Referent  vor 25 Teilnehmer Handlungsstrategien vor. (siehe Eigenbericht!)

Am Freitag, den 27. Januar versuchten  OStRin Zinner und OStR Adam die Absolventen in einem ökumenischen Gottesdienst in der Christuskirche zu Ihrer Lebensmitte hin zu führen und darin Gott zu entdecken. In einer beeindruckenden Predigt durch Pastor Hasso von Winning wurde das Symbol des Rades in seiner spirituellen Tiefe entdeckt. Am Ende der liturgischen Feier  erhielt jeder Teilnehmer ein Lesezeichen mit dem Meditationsrad des Nikolaus von der Flue. Musikalisch wurde diese Feier vom Singkreis der Pfarrei St. Jakob unter Leitung von Frau Müller gestaltet.

StR Gebhard und OStR Adam engagierten sich auch in diesem Jahr im Toleranzprojekt, das vom 16. April bis 20. April zum Thema „Mauern fallen“ stattfand. Zwei Ausstellungen thematisierten den Mauerfall und den Lebensalltag in der DDR. Mit Frau Klier konnte eine Zeitzeugin gewonnen werden, die sehr anschaulich das Unrecht des DDR-Regimes skizzierte. Das Theater Regenbogen aus Regensburg beeindruckte mit einem Schauspiel über zwei junge Neonazis (siehe Eigenbericht!)

Ich bedanke mich bei meinen Kolleginnen und Kollegen für die vertrauensvolle und gute  Zusammenarbeit !

Hans-Peter Adam

Michaela Schütz

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Nach meinem Studium der Gesundheits- und Pflegewissenschaften sowie Katholischer Religionslehre für das Höhere Lehramt an beruflichen Schulen an der Technischen Universität München unterrichtete ich Religion als Referendarin am Staatlichen Beruflichen Schulzentrum in Mühldorf am Inn und an der Städtischen Robert-Bosch-Fachoberschule in München. Im zweiten Jahr meines Referendariats erteilte ich dieses Fach an der Beruflichen Oberschule in Straubing.

Nach dem Referendariat trat ich in das Kollegium der Dr.-Herbert-Weinberger-Schule in Erding ein und unterrichtete neben den Fächern der Gesundheits- und Pflegewissenschaften Katholische Religionslehre in allen Jahrgangsstufen der Berufsschule sowie in einer 12. Klasse der Fachoberschule.

Aus Erding abgeordnet, unterrichtete ich an der Mathias-von-Flurl-Schule im zurückliegenden Schuljahr 2011/2012 Religion bei den Zahnmedizinischen Fachangestellten. Mit Beginn des kommenden Schuljahres 2012/2013 werde ich - meinem Wunsch gemäß – endgültig nach Straubing versetzt.

Der Unterricht im Fach Katholische Religion bereitete mir von Anfang an viel Freude, denn die Vermittlung von christlichen Werten und Normen an meine Schülerinnen und Schüler ist mir ein großes Anliegen. Ich bin davon überzeugt, dass der Religionsunterricht an der Berufsschule wertvolle Hinweise zur Lebensgestaltung geben und einen wichtigen Beitrag zu einem sinnerfüllten Leben meiner Schülerinnen und Schüler leisten kann. In meinem Religionsunterricht darauf hinwirken zu dürfen, ist eine sehr verantwortungsvolle aber zugleich auch schöne Aufgabe, auf die ich mich an der Mathias-von-Flurl-Schule sehr freue.

Quo vadis Religionsunterricht?

Wieder auf dem Weg vom "Laberfach" zur Katechismusstunde?!

 

 

 

Die derzeitige Erarbeitung eines neues Lehrplanes für den Katholischen Religionsunterricht an Berufsschule, die harsche Kritik des Papstes am Religionsunterricht in Deutschland in seinem Buch „Licht der Welt“ und die Herausgabe des Jugendkatechismus „Youcat“  vor einigen Wochen, berechtigt zu der Frage, was geschieht in den Schulen eigentlich im Religionsunterricht? Oder vielleicht noch brennender:  Wie soll der Religionsunterricht  aussehen, damit er Zukunft hat?

Zunächst steht fest, auch wenn der Bundespräsident Christian Wulff zum Jahrestag der deutschen Einheit betont hat, dass „das Christentum zweifelsfrei zu Deutschland“ gehört, dass  christliches Grundwissen kaum mehr in der deutschen Bevölkerung vorhanden ist. Fast ratlos wird gefragt, wie es zur  völligen Verdunstung unseres christlichen Selbstverständnisses kommen konnte. Gerade in einem Land, das durch das Konkordat in der Lage ist, fast allen christlichen Schülern katholischen oder evangelischen Religionsunterricht als Wahlpflichtfach anzubieten. Eine Nachhaltigkeit des Religions-unterrichtes scheint kaum gegeben. Wer sich die Mühe macht katholische Jugendliche nach dem Stellenwert des Religionsunterrichtes zu fragen, der erhält das Stichwort „Laberfach“, allerdings positiv bewertet. Eine Stunde der unverbindlichen Diskussionen, die von vielen als angenehme Unterbrechung des Schulalltags empfunden wird. Die Möglichkeit der Abmeldung vom Religionsunterricht ist in der Regel nur da interessant, wo alternativ kein Ethikunterricht zur Verfügung steht und daher eine Freistunde möglich ist. Die Bibel kommt fast nicht mehr zum Einsatz, Weltreligionen werden als am häufigsten als behandeltes Thema benannt, allgemeine Fragen des Zusammenlebens, Sekten und Satanismus. Berufsbezug oder dezidiert christliche Themen sind Mangelware. Einige Religionspädagogen, sowie Bischöfe sehen die Ursache in der Reformierung des katholischen Religionsunterrichtes, der vorher dem katholischen Katechismus folgte. Ausgelöst wurde diese Reform durch einen Beschluss der sog. Würzburger Synode, die 1971 begann.  Ziel war seitdem eine Korrelationsdidaktik, das heißt eine starke Annäherung von pädagogischen und theologisch-kirchlichen Begründungen. Weltdeutung, Sinn-und Identitätsfindung, Eigenverantwortlichkeit wurden jetzt zentrale Inhalte. Problematisch sind die Folgen dieser einseitigen Schwerpunktsetzung, die bis heute beobachtbar sind: Man orientiert sich nicht mehr primär am Glauben der Kirche, sondern an den Alltagserfahrungen der Schüler. Der Religionslehrer behandelt Themen, die angeblich beim Schüler am ehesten ankommen, eine Kirchen- oder Pfarrgemeindebezogene  Ausrichtung von Unterricht wird vermieden, eine sinnvoller Aufbau oder eine Hierarchie von Inhalten  ist nicht vorhanden. Die Lehrinhalte seit dieser Reform leisten einer nahezu unbegrenzten Freiheit der Lehrer und der inhaltlichen Wahlmöglichkeit Vorschub.

Liegt die Lösung ausschließlich darin, wieder zum Katechismus zurückzukehren?

Meiner Meinung nach wäre dies wiederum eine einseitige Schwerpunksetzung. Vor allen beim Religionsunterricht an berufsbildenden Schulen würde eine ausschließliche katechetische Ausrichtung an den Adressaten, die bereits eine Vielzahl von Religionsstunden in ihrem schulischen Werdegang  erlebt haben,  vorbeigehen. Allein den Katechismus auswendig zu lernen, hat ebenso gebracht, wie eine reine humanistische-psychologische Vorgehensweise. Ein Religionsunterricht der Zukunft sollte vielmehr eine fundierte, kulturelle und spirituelle Grundlage aus jeweils katholischer-evangelischer Sicht aufzeigen, die jeder teilnehmende Schüler kennen und notfalls auch verteidigen kann. Er sollte intellektuell anspruchsvoll gestaltet sein und ein Plus an Bildung beinhalten. Das erfordert Religionslehrkräfte, die ein gutes Glaubenswissen haben oder sich erwerben, die verbunden mit der Kirche oder Pfarrgemeinde sind und die zu Ihrer Glaubensüberzeugung stehen. Das erfordert aber auch die Anliegen, Nöte und Fragen der Jugendlichen zu erkennen und mit den Möglichkeiten, die uns der Glaube gibt, eine Antwort darauf zu geben.  Oder mit anderen Worten zum Ausdruck gebracht: Glaubenswissen und Glaubenserfahrung müssen sich nicht ausschließen. Beides zusammen führt zur notwendigen Authentizität. Papst Benedikt XVI. schreibt dies im Vorwort zum Jugendkatechismus mit folgenden Worten: „Manche Leute sagen mir: Junge Menschen von heute interessiert das nicht. Ich bestreite das und bin sicher, recht zu behalten. Junge Menschen von heute sind nicht so oberflächlich, wie man ihnen unterstellt. Sie wollen wissen, worum es im Leben wirklich geht.“ Somit wird klar:  Religionsunterricht nur als „ Wellnessoase“  im Regelunterricht genügt nicht mehr dem staatlichen und dem kirchlichen Bildungsauftrag.

Die vielfältigen Aktionen der Fachschaft Religion-Ethik  im Schuljahr 2010/2011 zeigen, dass wir unseren Bildungsauftrag ernst nehmen:

Die Fachschaft konnte sich durch den Einsatz von StRin Katja Schötz (siehe Vorstellung!) an unserer Schule vergrößern. Damit war es zum Schuljahresbeginn möglich den Stundeausfall im Fach Religion zu reduzieren und in fast allen drei Jahrgangsstufen Religion zu unterrichten.

In der Woche vom 20. September bis 24. September fanden wieder die Anfangsgottesdienste in St. Veit für die Schüler der 10. Jahrgangsstufen statt. Vorbereitet und gestaltet wurde diese Wortgottesdienste von StR Oliver Gebhard und OStRin Elisabeth Zinner zum Thema: „Alles ist vernetzt!“ Sehr ansprechend wurde dabei im Kirchenraum ein Netz mit den Schülern erstellt.

Am 27. Oktober informierten sich die Mitglieder der Fachschaft und weitere Kollegen der Schule über die Möglichkeiten mit dem seelischen Leid von Jugendlichen umzugehen. Der Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie Dr.med. Heindl führte uns, ausgehend von vorher eingereichten Fragen und Erwartungen, sehr kompetent in möglichen Vorgehensweisen ein.

Vom 29. November bis 03. Dezember stand das Thema HIV/AIDS im Mittelpunkt  der  Mathias-von –Flurl Schule. Mit einem Vortrag zum JANA-Projekt (Zwangsprostitution an der tschechischen Grenze) durch  Sozialpädagogin Elisabeth Suttner-Langer  von der Regierung der Oberpfalz wurde diese Präventionswoche am Montag eröffnet und mit Herrn Edenhofer und Frau Bachl vom Gesundheitsamt Straubing-Bogen die Woche über mit einzelnen Klassen weiter vertieft.

Am Donnerstag, den 16. Dezember war das Kollegium zu einer adventlichen Besinnung in die neue Kapelle der Barmherzigen Brüder eingeladen. Die Feier hatte das Thema „Wenn Türen sich öffnen“ zum Inhalt und wurde von OStR Adam, OStR Detterbeck, StR Gebhard, StRin Schötz, und OStRin Zinner gestaltet. Musikalisch glänzte Frau Müller und Ihr Singkreis von der Pfarrei St. Jakob.

StR Gebhard, LAssin Buchner, OStR Sagmeister und StRin Schötz zeigten in einem ökumenischen Abschlussgottesdienst am Freitag, den 28. Januar in der Christuskirche den Absolventen, wie „Gott unsere Zukunft öffnet“. Mit Hilfe eines Türstockes und einer beeindruckenden Predigt durch Pastor Hasso von Winning wurde deutlich, dass der Glaube an Jesus eine gute Ausgangsbasis für jegliche Zukunftsplanung ist. Am Ende erhielt jeder Absolvent ein Türschild mit dem Aufdruck des Gottesdienstthemas zur Erinnerung.

An der ersten Fachschaftssitzung am Montag , den 28. Februar konnte der Schulleiter OStD Werner Kiese die Fachmitarbeiterinnen der evangelischen und katholischen Religionslehre an der Regierung von Niederbayern, Frau Kusser und Frau Solka in unserer Mitte begrüßen. Beide zeigten sich an der Arbeit unserer Fachschaft sehr interessiert.

Die Veranstaltung „Freiheit statt Angst“ in der Woche vom 04. April bis 08. April wurde durch die Mitarbeit von StR Gebhard, OStRin Zinner und OStR Adam im Projektteam an unserer Schule realisiert (siehe Projektdokumentation!). Schüler erarbeiteten Plakate zum Thema Religionsfreiheit, Vertreibung und Abhängigkeit. Eröffnet wurde das diesjährige Toleranzprojekt mit einem Statement des Landtagsabgeordneten Josef Zellmeier, der kurzfristig für den erkrankten Europaabgeordneten Manfred Weber eingesprungen ist, zum Thema „Religionsfreiheit in Europa“. Am Dienstag stand dann das Thema „Recht auf Heimat“ auf der Tagesordnung. Am Beispiel der Vertreibung der Sudetendeutschen (durch zwei Augenzeugen berichtet) wurde den teilnehmenden Klassen vermittelt, was es bedeutet seine Heimat zu verlieren. Im Treppenhaus der Schule konnten Schüler/-innen Ihre spontanen Gedanken zum Thema Freiheit-Unfreiheit äußern.

Meinen Kolleginnen und Kollegen der Fachschaft  Religion-Ethik gilt mein Dank für die konstruktive Zusammenarbeit und das gute Miteinander im Schuljahr 2010/2011.

 

 

 

„Rede über Christus nur dann, wenn du gefragt wirst. Aber lebe so, dass man dich nach Christus fragt!“

Paul Claudel

Mathias-von-Flurl-Schule

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