Schulung der Deutschen Bundesbank für Bankazubis

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Auszubildende der Bankklasse 11 erhielten am 21. November 2017 Informationen zur Kontoführung und Abwicklung des Zahlungsverkehrs über die deutsche Bundesbank direkt aus erster Hand.

 

Frau Rita Pantele, Leiterin des Kundenbetreuungsservice Bayern der Deutschen Bundesbank, gab den Schülern detailliertes Wissen zu dem europaweit einheitlichen Verfahren für den bargeldlosen Zahlungsverkehr SEPA (Single Euro Payments Area) weiter. Überweisungen und Lastschriften werden in allen 28 EU-Staaten sowie Island, Liechtenstein Norwegen, Monaco, San Marino und der Schweiz mit SEPA übermittelt. Damit wurde der gesamte Zahlungsverkehr im europäischen Raum nicht nur erleichtert, sondern vor allem deutlich schneller. Wenn früher eine Überweisung z.B. nach Italien 14 Tage dauerte, verkürzt sich die Abwicklung durch SEPA i.d.R. auf einen Tag.

 

Und an die damit verbundene 22-stellige IBAN (International Bank Account Number) haben sich die meisten Kunden mittlerweile gewöhnt, so Frau Pantele, nur in ganz wenigen Einzelfällen werde noch die Bankleitzahl angegeben und muss umgerechnet werden.

 

Neben den vielen Hintergrundinformationen, die speziell die Abwicklung des Vorganges in der Bank betreffen bzw. das Target2 System als Zahlungssystem der Zentralbanken, beeindruckte vor allem das aktuell eingeführte, aber derzeit noch nicht durchgängig nutzbare Format des Instant Payment. In nur 10 Sekunden werden künftig Überweisungen bis max. 15.000,00 € den Empfänger erreichen.

 

Um die Informationen über die fachlichen Abläufe, Begrifflichkeiten und Prozesse auch dauerhaft als Wissen abspeichern zu können, erhielten die Schüler ein ausführliches Handout als Merkhilfe und Nachschlagewerk.

 

Wir danken Frau Rita Pantele, als Vertreterin der deutschen Bundesbank, sehr herzlich für die Schulung der Klasse Bankkaufleute 11, Klassensprecher Peter Kroul hat den Dank offiziell für die Klasse ausgesprochen.

 

Wir danken aber auch für die Veranstaltung „Modernen Zahlungsformen" nach Unterrichtsende, die für uns Lehrkräfte ausgerichtet und sehr interessant war.

 

Silvia Obermeier-Fenzl

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Klassensprecher Peter Kroul bedankt sich

Bankkaufmann/-frau

Die Tätigkeit im Überblick

Bankkaufleute sind in allen Geschäftsbereichen von Kreditinstituten tätig. Vor allem bearbeiten sie Aufträge und beraten Kunden über Finanzprodukte. Bankkaufleute finden Beschäftigung in erster Linie in Finanzdienstleistungsunternehmen wie z. B.

  • in Kreditinstituten (Banken und Direktbanken, Girozentralen, Sparkassen und Bausparkassen)
  • an Börsen oder
  • im Wertpapierhandel

Darüber hinaus werden sie häufig auch beschäftigt

  • bei Versicherungsunternehmen oder
  • bei Immobilienvermittlungen

 

Die Ausbildung im Überblick

Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:

  • Beratungs- und Verkaufsgespräche mit Kunden zu planen, durchzuführen und nachzubereiten sowie Anfragen von Kunden zu beantworten und Aufträge zu bearbeiten
  • Kosten und Erlöse einer Kundenverbindung gegenüberzustellen
  • Kunden über Zinsgutschriften und deren steuerliche Auswirkungen zu informieren
  • wie sie Kunden über Anlagen in Wertpapieren beraten und welche Chancen und Risiken solche Anlagen mit sich bringen
  • wie statistische Daten aufbereitet und ausgewertet werden
  • Kunden über mögliche Risiken bei der Nutzung von Bankleistungen zu informieren
  • welche Aufgaben interne Revisionen und externe Prüfungen im Unternehmen mit sich bringen
  • die rechtlichen und wirtschaftlichen Voraussetzungen für Kreditaufnahmen zu prüfen und unter Berücksichtigung der Risiken Entscheidungen vorzubereiten
  • bei Kontrollen im Rechnungswesen mitzuwirken
  • Geschäftsvorgänge im internationalen Zahlungsverkehr zu bearbeiten und Kunden über Reisezahlungsmittel zu beraten

Darüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Organisation des Ausbildungsbetriebs und Umweltschutz vermittelt.

 

In der Berufsschule erwirbt man weitere Kenntnisse in berufsspezifischen Lernfeldern (z.B. Geld- und Vermögensanlagen anbieten, dokumentierte Unternehmensleistungen auswerten) sowie in allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch und Wirtschafts- und Sozialkunde.

(Quelle: https://berufenet.arbeitsagentur.de; Stand Okt. 2017)

 

Die Frankfurt School of Finance zu Gast in den Bankfachklassen BK12a und BK12b

 

Am 23.06.2016 besuchte Herr Memmel von der „Frankfurt School of Finance" die Klasse BK12a, um uns über die allgemeinen Weiterbildungsmöglichkeiten eines/r Bankkaufmanns/frau zu informieren. Bereits in der darauffolgenden Woche kam auch die Klasse BK12b in den Genuss desselben Vortrags.

 

Von Anfang an machte uns Herr Memmel klar, dass man für sich selbst herausfinden muss „Wo will ich hin?" und „Was ist der beste Weg für mich, um dieses Ziel zu erreichen?". Dadurch ergab sich die Frage: „Akademische Weiterbildung oder nicht akademische Weiterbildung?".

 

Um den akademischen Weg einschlagen zu können, muss man nicht unbedingt auf dem Gymnasium gewesen sein. Durch ein Fachabitur oder eine abgeschlossene Berufsausbildung, inklusive dreijähriger Berufserfahrung zum Beispiel, steht einem dieser Weg genauso zur Verfügung, wenn auch mit kleinen Einschränkungen. Vom Bachelor über den Master bis hin zur Promovierung steht einem alles offen.

Doch was ist besser? Die akademische Laufbahn wählen oder doch lieber einen anderen Weiterbildungsweg einschlagen? Diese Frage lässt sich leider nicht eindeutig klären. Auch hier muss man wieder für sich selbst abwägen. Will man nebenbei weiter Berufserfahrung sammeln, so ist der nicht akademische Bildungsweg eine sehr attraktive Möglichkeit, da alle Programme berufsbegleitend sind. So bietet unter anderem die Sparkasse ein eigenes Programm welches sich „Sparkassenfachwirt" nennt, in dem speziell auf den Vertrieb ausgelegte Inhalte vermittelt werden. Ist man sich also sicher, Zitat Herr Memmel: „Dass man das rote Sparkassenzeichen seit Kindheitstagen in seinem Herzen trägt!" und auch die Zukunft in diesem Haus verbringen will, so ist der Sparkassenfachwirt der erste Schritt ein fundierte/r Kundenberater/in zu werden. Neben der Sparkasse bietet natürlich auch der Genossenschaftliche Verbund Weiterbildungen in diese Richtung, bei der am Ende das Ziel Bankfachwirt/in (IHK) steht. Ebenso die Frankfurt School of Finance bei der jeden Samstag Fächer wie BWL, VWL, Recht, BBL und wahlweise FK, PK oder Immo-Geschäft vermittelt werden. Am Ende steht wieder die IHK Prüfung zum/r Bankfachwirt/in, diese ist zwar freiwillig, doch da man dadurch die Möglichkeit erhält an jeder Universität oder Hochschule Deutschlands das Themengebiet seiner Wahl zu studieren, ist es sehr empfehlenswert diese Prüfung nach zwei Jahren Vorbereitungszeit auch noch auf sich zu nehmen. Auch der Staat und das Bundesland sind sehr daran interessiert, dass wir uns weiterbilden und subventionieren Weiterbildungen an deren Ende die IHK-Prüfung steht. So hat uns Herr Memmel alle damit erstaunt als von anfänglichen Kosten von 5.200,00€ am Ende nur noch ein Betrag unter 1.000,00€ verblieb, den man sofort zu zahlen hat.

 

Insgesamt hat uns Herr Memmel einen wunderbaren Einblick in Möglichkeiten geschaffen, welche uns helfen unseren individuellen Traum unseres weiteren beruflichen Lebensweges selbst zu gestalten.

 

Lena Ratz für die Klassen BK12a und BK12b

Mathias-von-Flurl-Schule

Staatliche Berufsschule II

Straubing-Bogen

Stadtgraben 54
D-94315 Straubing

 

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