Tiermedizinische Fachangestellte/r

Die Tätigkeit im Überblick

Tiermedizinische Fachangestellte assistieren Tierärzten und Tierärztinnen bei der Untersuchung, Behandlung und Betreuung von Tieren und bei der Beratung der Tierhalter/innen. Außerdem führen sie organisatorische und Verwaltungsarbeiten durch.

Beschäftigungsmöglichkeiten finden Tiermedizinische Fachangestellte vorwiegend in Tierarztpraxen und Tierkliniken. Darüber hinaus sind sie auch in veterinärmedizinischen Laboratorien, Zoos, Tierheimen oder in der Tierhaltung tätig. In der medizinischen Forschung oder bei Institutionen und Organisationen des Gesundheits- und Veterinärwesens können sie ebenfalls arbeiten.

 

Die Ausbildung im Überblick

Tiermedizinische/r Fachangestellte/r ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG).

Diese bundesweit geregelte 3-jährige Ausbildung wird im Bereich Freie Berufe angeboten.

"Affenstark"

- die TFA10 übernimmt die Tierpatenschaft für das Kattaweibchen „Manila"

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Seit dem 01. November 2017 ist es offiziell, die TFA10 hat ein Patenkind im Tiergarten Straubing. Dies lässt sich beinahe schon als Tradition an der Mathias-von-Flurl-Schule beschreiben.

Die Wahl des Tieres fiel nahezu einstimmig auf das Kattaweibchen „Manila". Die Kattas (Lemur catta) gehören zur Familie der Lemure und reihen sich in die Ordnung der Affen ein. Hauptsächlich kommen diese Tiere im Süden und Südwesten von Madagaskar vor. Mit einer Größe von knapp einem Meter sind sie doch eher zierliche Wesen, denn circa 60 Zentimeter dieser Körperlänge beansprucht allein der charakteristische Schwanz. Mit ihrer Mutter „Billy" lebt Manila seit ihrer Geburt 2009 in der Katta-Anlage des Tiergartens Straubing. Unter menschlicher Obhut haben die Kattas eine Lebenserwartung von etwa 30 Jahren.

Mit diesen theoretischen Informationen machte sich die TFA10 dann zusammen mit den beiden Lehrkräften in Behandlungsassistenz,  Frau Dr. Lettner und Herrn Eiglsperger,  am 25.11.2017 auf den Weg, Manila persönlich kennen zu lernen und um das Spendengeld der Schüler/innen und Lehrkräfte gegen die Patenschafts-Urkunde auszutauschen.

Bereits am Eingang empfing der Zoodirektor Herr Peter sowie Diplombiologin Frau Gauderer die

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Nach einer kurzen Führung durch den Tiergarten, war es dann soweit, das erste Kennenlernen mit Manila. Diese freute sich sehr über den zahlreichen Besuch und demonstrierte gleich vor Publikum wie filigran sie Leckerbissen aus einer Plastikflasche fieseln kann.

In großer Runde bedankte sich anschließend Herr Peter bei  der gesamten Klasse für die Übernahme dieser Patenschaft und betonte zugleich, wie wichtig diese Ämter für den Tiergarten sind. Die TFA10 konnte sich vor Ort gleich ein Bild davon machen, was durch das Spendengeld realisiert werden kann. Die Kattas werden derzeit neu eingedeckt. Sie bekommen ein neues Dach für ihr Haus. „Ohne Ihre Beteiligung wären solche Projekte nur schwer finanziell zu stemmen. Vielen, vielen Dank!", so der Leiter des Tiergartens.

Das erste Kennenlernen Ende Oktober stellte allerdings nur den Anfang der Patenschaft dar. Im Laufe des Schuljahres wird die TFA10 ihren Kontakt zum Tiergarten ausgiebig nutzen und Fachtheorie in der Schule mit der anschaulichen Praxis im Tiergarten verbinden. Der nächste Besuch ist bereits geplant. Vor Weihnachten widmen sich die angehenden Tiermedizinischen Fachangestellten dem brisanten Thema „Sex im Tierreich". „So kann man sich auch in der kalten Jahreszeit ein paar warme Gedanken machen...", verkündet Frau Gauderer als Zoopädagogin mit einem Schmunzeln.

Ein herzliches Dankeschön geht nicht nur an die Verantwortlichen des Tiergartens Straubing, die uns an Ihrem Fachwissen teilhaben lassen, sondern ebenso an die Schulleitung der Mathias-von-Flurl Schule und den Fachbereichsleiter Herrn Boiger, die zu jeder Zeit den außerschulischen Lernorten positiv entgegenstehen.

Thomas Eiglsperger, StR

Viele spannende Fragen rund um die Berufsausbildung

Ausbildungsberaterin Frau Röhlig besuchte die Klasse TFA 10

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Ausbildungsberaterin Frau Röhlig mit der TFA10

Die Bayerische Landestierärztekammer ist die zuständige Stelle für die Berufsausbildung der Tiermedizinischen Fachangestellten in Bayern. Sich für einen Beruf als Tiermedizinische Fachangestellte(r) zu entscheiden und die weitere Zukunft in diesem spannenden Berufszweig zu gestalten, ist ein großer Schritt, der viele Jugendliche vor große Herausforderungen stellt. Aus diesem Grund besuchte Frau Röhlig , Ausbildungsberaterin der Bayerischen Landestierärztekammer, die Klasse TFA 10.  Ziel der Veranstaltung war es insbesondere, den Auszubildenden vor allem die Bayerische Landestierärztekammer „vorzustellen" und ihnen zu Fragen und Problemen rund um ihre Berufsausbildung „Rede und Antwort zu stehen".

 

Frau Röhlig schilderte zunächst die rechtlichen Grundlagen für die Berufsausbildung. Sie erläuterte wichtige gesetzliche Regelungen und Vorschriften, die sich auf ein Berufsausbildungsverhältnis auswirken (können) und betonte, dass zu deren Einhaltung ausbildende Tierärzte verpflichtet sind.

 

Häufig jedoch werden wesentliche Bestimmungen und Vorschriften von Ausbildern – bewusst oder unbewusst – umgangen oder ignoriert. Viele Probleme wurden lebhaft diskutiert und Frau Röhlig konnte sehr gut erkennen, wo seitens der Bayerischen Landestierärztekammer möglicherweise Handlungsbedarf besteht, aber auch Bestätigung finden, wo sich die Kammer bereits auf dem richtigen Weg befindet. Konkrete Einzelfälle wurden im Rahmen dieses Besuches nicht abgehandelt. Auszubildende wie Ausbilder haben hierfür die Möglichkeit, sich jederzeit vertrauensvoll persönlich oder per E-Mail an Frau Röhlig zu wenden oder aber auch im Vorfeld gegebenenfalls den jeweils Vorsitzenden des Tierärztlichen Bezirksverbandes zu kontaktieren.

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Liebe Frau Röhlig, toll, dass Sie sich wieder Zeit für uns genommen haben. Die Resonanz Ihres Besuches war sehr positiv. Unsere Auszubildenden haben eine sehr kompetente, freundliche und engagierte Ausbildungsberaterin erlebt. Vielen Dank.

 

StD Wolfgang Boiger

Leben als Blinder mit Blindenhund

Ralph Zimmerhansl mit Labrador-Dame Zinga an der Mathias-von-Flurl-Schule.

Eine besondere Erfahrung innerhalb ihrer Ausbildung durften die 11. Klassen der Berufsschule 2 der angehenden Tiermedizinischen und Medizinischen Fachangestellten am 7. März erleben. Ralph Zimmerhansl besuchte mit seiner Frau Irene Janker und einer weiteren vierbeinigen Begleiterin, der Labradorhündin „Zinga", die Mathias-von-Flurl Schule. Ralph Zimmerhansl ist blind. Bei einem Autounfall vor knapp 30 Jahren, als 27-jähriger, wurde sein Sehnerv zerstört. Seitdem kann er nicht einmal mehr hell und dunkel unterscheiden.

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Ralph Zimmerhansl mit Labrador-Hündin „Zinga" und seiner Frau Irene Janker bei auszubildenden Tiermedizinischen und Medizinischen Fachangestellten der Mathias-von-Flurl-Schule.

 

„Damals dachte ich, das Leben ist für mich jetzt vorbei", erzählt Zimmerhansl den Schülerinnen und Schülern mit seiner persönlichen und mitreißenden Art. Aber sein Leben war nicht vorbei. Zimmerhansl kämpfte sich zurück ins Leben, lernte ohne den Sehsinn zurechtzukommen, erlernte einen neuen Beruf und heiratete seine Frau Irene Janker. Als Blinder werden die anderen Sinne umso wichtiger, erkärt Zimmerhansl. Markante Gerüche in der Stadt, z. B. vor bestimmten Restaurants, dienen ihm als Orientierungspunkte. Mit Hilfe seines Tastsinns erlernte er die Blindenschrift (Brailleschrift). Bemerkenswert ist sein Gehörsinn. Textnachrichten z. B. E-Mails lässt er sich vom Computer nicht in Normalgeschwindigkeit vorlesen, sondern im Zeitraffer. „Sonst würden mir die Füße einschlafen", sagt Zimmerhansl schelmisch grinsend, denn ein darin Ungeübter könnte gar nichts mehr verstehen, wenn die Nachricht so schnell abgelesen wird.

Um den Alltag noch besser zu meistern, hat er aber neben seiner Frau noch eine „Dame" an seiner Seite: Die Labradorhündin „Zinga", ein ausgebildeter Blindenführhund. „Zinga ist für mich nach meiner Frau das zweitwichtigste Lebewesen in meinem Leben", erzählt Zimmerhansl. Zinga begleitet ihn fast überall hin. Als ausgebildeter Blindenhund im Führgeschirr darf Zinga auch an Orte, die für einen „normalen" Hund sonst tabu wären, z. B. in Metzgereien, Arztpraxen oder sogar ins Krankenhaus. Zinga hilft Zimmerhansl „zu sehen", indem sie Hindernisse anzeigt, ihn über Ampeln oder Zebrastreifen führt.

Was viele dabei nicht wissen: Blindenhunde werden von der Krankenkasse als Kassenleistung bezahlt. Es handelt sich bei diesen Tieren um anerkannte Hilfsmittel für sehbehinderte Menschen.

Allerdings: Die Blindenhundausbildung ist in Deutschland leider kein geschützter Ausbildungsberuf, beklagt Ralph Zimmerhansl. Zinga hat er deshalb aus der Schweiz geholt, weil dort ein viel höherer Ausbildungsstandard gewährleistet sei. Die Ausbildung zum Blindenhundführer dauert dort drei Jahre und es gibt einige Voraussetzungen, die man mitbringen muss, um überhaupt diese Ausbildung beginnen zu dürfen. Es gäbe zwar auch in Deutschland gute Blindenhundausbilder, doch die seien an einer Hand abzuzählen. Dass Zinga aus der Schweiz kommt, ist aber nicht der Grund, warum Zimmerhansl mit seiner Hundedame italienisch spricht. Die Sprache sei einfach viel vokallastiger, dadurch auch melodischer und für den Hund besser zu verstehen. Darüber hinaus sei die Gefahr, dass Zinga durch Wortfetzen aus der Umgebung abgelenkt werde, geringer.

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Zimmerhansl demonstriert, wie der Zinga mit Führgeschirr führt.

 

Apropos Ablenkung: Wer Ralph Zimmerhansl mit Zinga auf der Straße begegnet und sie im weißen Führgeschirr arbeiten sieht, darf die Hündin nicht einfach streicheln oder ansprechen. Auch Hundebesitzer sollten Rücksicht nehmen und ein paar Grundregeln beachten, z. B. dass man mit seinem Hund die Straßenseite wechselt oder sich wenigstens frühzeitig bemerkbar macht, wenn man mit seinem Hund unterwegs auf einen arbeitenden Blindenführhund trifft.

Ralph Zimmerhansl erzählte so spannend und mitfühlend, dass die zwei Schulstunden wie im Flug vergangen sind und die Schülerinnen und Schüler waren dankbar für die beeindruckenden Informationen aus erster Hand.

Das etwas andere Ausflugsziel der TFA 11

Fahrt zur Tierbestattung am 14. Juni 2016

Bereits das dritte Schuljahr nacheinander ging es für die TFA 11 nach Lauf a. d. Pegnitz zu ANUBIS, einem Dienstleister für Tierbestattungen. Unsere Lehrfahrt begann um 08:00 Uhr an der BS II. Nach etwa 2 Stunden Busfahrt empfing uns der Gründer und Inhaber, Roland Merker, mit kühlen Getränken und einem Einführungsvortrag. Eines stach direkt ins Auge: Warme Farben, saftige Pflanzen und eine sehr wohlige und friedvolle Atmosphäre. Informiert wurden wir in dem Vortrag über den gesetzlichen Weg der Entsorgung toter Tiere, die Alternativen im Bestattungsbereich und deren Abläufe.

 

Nach der aufschlussreichen Präsentation ging es unter der Führung von Roland Merker in das Innere des großzügig angelegten Gebäudes. Helle und freundlich gestaltete Räumlichkeiten ließen uns kurz innehalten. Drei sogenannte Abschiedsräume durften wir besichtigen, einer davon mit Monitor. Trauernde Tierbesitzer können hier ihren vierbeinigen Liebling selbst noch während der Einäscherung begleiten, ihm Adieu sagen. Anschließend verfolgten wir live eine Einzeleinäscherung, zu der uns extra Zugang gewährt wurde.

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Einäscherung eines Tieres

Die Führung durch das Tierkrematorium sollte noch nicht das Ende unseres Ausflugs sein. Zusammen mit Roland Merker machten wir uns auf dem Weg in den nahe gelegenen „Himmelgarten". Im Schlossgarten in Grünsberg bei Altdorf befindet sich der Tierfriedhof. Neben dem Gemeinschaftsgrab für Tiere sahen wir auch Einzelgräber. Der Name des verstorbenen Familienmitglieds, zusammen mit einem zutraulichen Spruch, zierten die speziell angefertigten Grabsteine. Kleines Spielzeug, leuchtende Blumen und brennende Kerzen schmückten die kleinen Ruhestätten.

 

Der letzte Programmpunkt unserer Reise führte uns in eine Wirtschaft, in der wir mit Speis und Trank versorgt wurden. Unsere kleine Reise nahm somit einen gemütlichen Ausklang. Gründer und Inhaber Roland Merker verabschiedete uns mit lieben Worten und wir traten mit vielen neuen Eindrücken die Heimreise zurück nach Straubing an.

 

Wir angehenden Tiermedizinischen Fachangestellten geben zusammen mit den Tierärzten unser Bestes, um verletzten Tieren zu helfen, Krankheiten zu heilen oder diese vorzubeugen. Doch gehört auch der Tod zu unseren geliebten Haustieren und deren Leben dazu.

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Gruppenfoto Tierfriedhof "Himmelgarten"

„Anubis“ – Wir helfen, wenn Freunde gehen

In der heutigen Zeit werden Haustiere nicht mehr nur als Wegabschnittsgefährten, sondern als richtige Familienmitglieder angesehen. Gerade als Tiermedizinische Fachangestellte wird man leider auch häufig mit dem Tod eines geliebten Haustieres konfrontiert, wenn es heißt Abschied zu nehmen. Um in dieser Situation einen kompetenten Ansprechpartner zu haben, hat Roland Merker im Jahre 1997 „Anubis" gegründet, um den Tierbesitzern die Möglichkeit zu geben, sich gebührend von ihrem geliebten Tier zu verabschieden.

Wir, die Klasse TFA 11, der Mathias-von-Flurl-Schule in Straubing hatten die einmalige Gelegenheit, Herrn Merker und sein Team in Feucht bei Nürnberg zu besuchen und das Unternehmen „Anubis" kennenzulernen. Zu Beginn wurden wir vom Firmeninhaber und von Frau Multerer (die viele Mitschüler bereits durch Patientenkontakte in den verschiedenen Tierarztpraxen kennen) persönlich begrüßt. An Hand einer spannenden Präsentation im Eingangsbereich wurde uns die Firmenhistorie sowie die Philosophie des Unternehmens näher gebracht.

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So erfuhren wir, welche Möglichkeiten es gibt, sein Tier würdevoll zu bestatten. Auch eine große Vielfalt an verschiedensten Urnen steht zur Verfügung. Es gibt aber auch die Möglichkeit, das Haustier nach seinem Tod in einen Diamanten zu verwandeln. Im Anschluss erfolgte eine Führung durch das Unternehmen. Wir konnten Einblicke in die Trauerräume erhaschen und am Ende durften wir der Einäscherung eines Hundes beiwohnen. Herr Merker erklärte uns dabei sehr ausführlich die einzelnen Stationen von der Begrüßung des Tierbesitzers bis hin zur Verabschiedung und der anschließenden Einäscherung. Für den nächsten Abschnitt der Führung mussten wir eine kurze Strecke mit dem Bus fahren. Unser Ziel war der kulturhistorische Schlossgarten „Himmelgarten", der als Tiergedenkstätte fungiert. Hier haben die Besitzer die Möglichkeit, ihr geliebtes Tier in Einzel- oder Sammelgräbern zu bestatten oder die Asche auf einem eigens angelegten Weg zu verstreuen. Bei der Gestaltung der Gräber sind den Besitzern (fast) keine Grenzen gesetzt und einige waren daher sehr liebevoll und detailliert geschmückt und verziert.

Nach diesem doch sehr ernsten und emotionalen Thema fuhren wir alle gemeinsam in eine Gaststätte, um die vielfältigen Eindrücke auszutauschen und abschließend den Tag ausklingen zu lassen.

Wir möchten uns herzlich bei Herrn Merker bedanken, dass er mit seinem Unternehmen eine so emotional ansprechende und für Tierbesitzer bedeutsame Möglichkeit geschaffen hat, die Trauer um ein geliebtes Haustier verarbeiten zu können und uns mit dieser Einladung viele interessante Einblicke in seine Arbeit gewährte.

Ahlmer Lisa TFA 11

Erfolgreiche Premiere – Laborkurs für Tiermedizinische Fachangestellte an unserer Schule

Zum ersten Mal fand am 18. April 2015 an unserer Mathias-von-Flurl-Schule unter der Leitung von Frau Claudia Baumeister, Mitglied des Prüfungsausschusses der Bayerischen Landestierärztekammer München und ausgewiesene Expertin mit dem Spezialgebiet Labordiagnostik in der Tierarztpraxis, ein ganztägiger Laborkurs für unsere Mädels der Klasse TFA 12 statt.

Nach einer herzlichen Begrüßung durch unseren Schulleiter Herrn OStD Werner Kiese und Fachbetreuer StD Wolfgang Boiger gab Frau Baumeister zunächst einen kurzen Überblick über den Ablauf der praktischen Abschlussprüfung. Im Anschluss konnten die Mädels ihre Laborkenntnisse für die tägliche Arbeit im Praxislabor im Rahmen eines „Stationenlaufes" auffrischen. Die Referentin erstellte für die Schülerinnen einen Lernzirkel mit insgesamt 7 Arbeitsstationen zu folgenden Themengebieten:  Leukozytenzählung, Hämatokritbestimmung, Untersuchungen am Reflotron, Harnstatus, Kotuntersuchung mit dem Flotationsverfahren, Schnellfärbung mit Diff.-Quick, Immunologischer Schnelltest.

Während der gesamten Zirkelarbeit stand die Referentin den Schülerinnen beratend zur Seite und gab sehr wichtige Tipps und Hinweise für die anstehende praktische Abschlussprüfung.

Das Fazit: Der erste Laborkurs für unsere Tiermedizinischen Fachangestellten war ein voller Erfolg. Die angehenden tiermedizinischen Fachangestellten waren äußerst interessiert, zeigten großes Engagement und stellten viele Fragen zur Labordiagnostik in Tierarztpraxen.

Liebe Frau Baumeister, nochmals herzlichen Dank für den gelungenen Laborkurs. Den Mädels hat es wirklich sehr gut gefallen. Dies spiegelt sich auch in der Auswertung wieder, toll! Referentin, fachliche Kompetenz und methodische Aufbereitung des Kurses wurden von allen Schülerinnen mit „sehr gut" bewertet.

Spannende Infos und praktische Tipps rund um die Ernährung von Hund und Katze

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Referentin Frau Christina Rodrigues Galo von der Fa. Hills (2. von links) mit Schülerinnen und Schülern der Klasse TFA 11

 

Viel Wissenswertes und Spannendes über die Ernährung von Hund und Katze erfuhren die Schülerinnen und Schüler der Klasse TFA 11 in diesem Schuljahr zum ersten Mal von Frau Christina Rodrigues Galo von der Fa. Hills. Die sympathische Referentin  ist selbst gelernte TFA und kennt daher die Anforderungen, die an die Auszubildenden gestellt werden aus eigener Erfahrung.

Über den Tagesbedarf einer erwachsenen Katze kann man nur staunen - er beträgt 10 bis 15 Mäuse – es darf aber auch gern Dose oder Trockenfutter sein! Hierbei muss jedoch  Zusammensetzung, Geruch, Geschmack und bei der Katze v.a. auch die Konsistenz stimmen, da Stubentiger oft äußerst mäkelig sind, wenn es um ihr Futter geht.

Frau Rodrigues Galo gab zunächst einen interessanten Überblick über die Grundlagen der Kleintierernährung: Nahrungsbestandteile, Energieträger, Unterschiede zwischen Makro- und Mikroelementen, Bedeutung und Wirkung von Vitaminen und die Rolle des Wassers im Stoffwechsel der Tiere.

Natürlich wurden auch die Unterschiede zwischen Hunde-  und Katzennahrung besprochen und nicht zuletzt auch welche Faktoren die Nahrungsaufnahme beeinflussen. So haben z.B. brachycephale Rassen wegen der mangelnden Zirkulation der Duftmoleküle häufig weniger Appetit als langnasige Tiere.

Für unsere Schülerinnen und Schüler war der Vortrag sehr informativ und eine sehr wertvolle Ergänzung zum Berufsschulunterricht. Viele bekannte Inhalte konnten auf diese Art und Weise aufgefrischt werden, aber auch viel Neues über die Kleintierernährung in Erfahrung gebracht werden.

So können sie zukünftig ihr Wissen kompetent an den Klienten weitergeben!

Ein  herzliches Dankeschön an Frau R.G.!

Tipps und Hilfen für die praktische Prüfung der TFA

Tierärztin Dr. Gabi Berg zu Besuch an unserer Mathias-von-Flurl-Schule

Viele haben die Situation schon vor Augen: Nur noch einige Wochen oder sogar nur noch wenige Tage, dann findet schon die Abschlussprüfung statt. Eine gewisse innere Unruhe breitet sich aus bei dem Gedanken, welche Anforderungen an den Tagen der schriftlichen Abschlussprüfung und der von der Prüfungsordnung auch vorgeschriebenen praktischen Prüfung zu bewältigen sind.

Für unsere Auszubildenden von der TFA 12 ist bei der kommenden Winterprüfung 2014 erstmalig Nürnberg der Prüfungsort für die praktische Prüfung. Da weder die Räumlichkeiten noch die Prüfer bekannt sind, ist die Nervosität vor dem praktischen Teil natürlich besonders groß.

Anfang November 2014 besuchte Tierärztin Frau Dr. Gabi Berg, Mitglied des Prüfungsausschusses der Bayerischen Landestierärztekammer München, auf Einladung von Fachbetreuer StD Wolfgang Boiger die Klasse TFA 12, um sich den Fragen der Schülerinnen zu stellen und ihnen insbesondere die Angst vor der praktischen Prüfung zu nehmen. Im ersten Teil skizzierte Frau Dr. Berg den Ablauf der Prüfung vom Ziehen des Prüfungsfalls über die Vorbereitungszeit bis hin zur eigentlichen Durchführung des praktischen Falls und dem abschließenden Fachgespräch. Bereits hier gab es viele Fragen, die von Frau Dr. Berg geduldig beantwortet wurden. Anschließend wurden in Gruppen einige Prüfungssituationen durchgespielt, wobei jeweils eine Schülerin in die Rolle des Klienten schlüpfte, eine weitere in die der TFA und Fr. Dr. Berg die Rolle der Tierärztin einnahm. „Stellen Sie sich vor, Sie arbeiten den ersten Tag in einer neuen Praxis und weder Sie noch ihr Chef wissen genau was Sie erwartet; trauen Sie sich ggf auch zu fragen und führen Sie kompetent und freundlich durch den Fall !"  -so lautete die Anweisung an die Schülerinnen. Unser Stoff-Bello wurde auf diese Weise mehrfach fachgerecht entwurmt und geimpft. Einmal schlüpfte auch Frau Dr. Berg in die Rolle der TFA, um sich dann von den Schülerinnen in ihrer Arbeitsweise beurteilen zu lassen.
Im Rahmen der informativen Veranstaltung konnten viele Fragen beantwortet, Zweifel beseitigt und Ängste genommen werden. Liebe Gabi, ich möchte mich bei dir, auch im Namen aller Schülerinnen und Schüler der TFA 12, nochmals ganz herzlich für deinen Besuch an unserer Mathias-von-Flurl-Schule bedanken. Als Fachbetreuer freue ich mich auf eine weiterhin gute und freundschaftliche Zusammenarbeit, insbesondere mit dem Prüfungsausschuss der Bayerischen Landestierärztekammer München und hoffe natürlich, dass du uns – vielleicht schon im nächsten Schuljahr – wieder besuchst.

 

Dr. Marion Lettner, StD Wolfgang Boiger

Wenn das geliebte Tier stirbt

- Ein Tag bei ANUBIS Tierbestattungen

 

Jeder Abschied ist schwer, besonders wenn er endgültig ist. Zum Schmerz über den Verlust des Heimtieres kommt meist noch das Problem: Wo findet man für den guten Kamerad eine würdige Ruhestätte?

Eine Möglichkeit Abschied zu nehmen, durften wir, die  Klasse TFA 11, im April 2014 vor Ort kennenlernen. Eingeladen wurden wir von Roland Merker, dem Geschäftsführer und Gründer von ANUBIS Tierbestattungen, mit ihrem Hauptsitz in Lauf a. d. Pegnitz.

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Die Chronologie von ANUBIS auf Schautafeln

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Die Klasse TFA 11 mit den Lehrkräften Frau Dr. Lettner (3. von links) und dem Klassenleiter StR Sven Hornsteiner (mitte) sowie dem Geschäftsführer von ANUBIS Herr Merker (rechts)

Nach einer herzlichen Begrüßung informierte uns Herr Merker anhand eines aufschlussreichen Vortrags über die ersten Ideen seiner Gründung, die Geschäftshistorie und seinen Zukunftsplänen. Des Weiteren klärte er uns über die Unterschiede der Tierkörperbeseitigungsanlage und der Tierkremierung auf, wobei er uns den Ablauf der Kremierung, vom Beratungsgespräch bis hin zur Urnenübergabe, näher brachte. Der Besitzer kann dabei zwischen einer Sammel- und einer Einzeleinäscherung wählen, wobei er bei letzterem die Asche behalten darf. Zusätzlich informierte er uns über die Produktpalette, welche von Urnen über Särgen bis hin zu kleinen Diamanten reicht. Im Anschluss wurden wir von Herrn Merker durch die Anlage geführt und erhielten somit einen Einblick in die Räumlichkeiten des Hauses. Im „Raum des Abschieds“ haben die Besitzer die Option sich in Ruhe von ihrem Freund zu verabschieden und den Beginn der Kremierung über einen Monitor mitzuverfolgen. Zum Ende der Besichtigung durften wir die Einzeleinäscherung eines Hundes hautnah miterleben.

Anschließend ging es mit dem Bus in den wunderschönen Renaissance-/ Barock-Ziergarten nach Grünsberg bei Altdorf. Hier liegt die Tiergedenkstätte „Himmelgarten", in der Tierbesitzer die Möglichkeit haben ihren lebenslangen Partner durch ANUBIS erdbestatten zu lassen.

Abschließend lud uns Herr Merker zu einem gemütlichen Beisammensein in ein nahe gelegenes Gasthaus ein.

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Hundegrab am Himmelgarten

Für den Notfall gerüstet sein!

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Tierärztin Frau Dr. Sandra Bruckner während ihres spannenden Vortrages

 

Was tun, wenn plötzlich ein Hund vor's Auto springt, eine Katze aus dem Fenster stürzt oder der Hund in eine Glasscherbe getreten ist und sich geschnitten hat?

Antworten auf diese und viele andere Notfallsituationen erhielten die Schülerinnen und Schüler der Klasse TFA 10 am letzten Mittwoch. Auf Initiative einer engagierten Schülerin referierte die Kleintierpraktikerin Frau Dr. Bruckner aus Neukirchen Hl.Blut zum spannenden Thema „Erste Hilfe bei Hund und Katze".

Tierärztin Frau Dr. Sandra Bruckner (rechts), Fachlehrerin und Tierärztin Fr. Dr. Marion Lettner(links), Auszubildende Frau  Diana Bergbauer (2. von links) und Fachbetreuer StD Wolfgang Boiger vor der Klasse TFA 10

 

 

Im allgemeinen Teil ihrer Ausführungen betonte die Tierärztin, wie wichtig es ist, die Patientenbesitzer dafür zu sensibilisieren, dass viele Notfälle sich vermeiden lassen, indem man mögliche Gefahrenquellen ausschließt. So sollten Hunde im Straßenverkehr grundsätzlich angeleint bleiben und Fenster nicht gekippt werden, da Katzen in ihnen hängen bleiben können und dadurch lebensgefährliche Verletzungen davontragen .Ist der Notfall aber dennoch eingetreten, muss man daran denken ,dass Tiere in dieser Situation unberechenbar sind . Deshalb steht bei der Kontaktaufnahme der Eigenschutz der (des) TFA an erster Stelle. Nach der ausreichenden Fixierung des Patienten können das Allgemeinbefinden nach dem sog. TAPS-Schema (Temperatur-Atmung-Puls-Schleimhäute) beurteilt  und ggf. lebenserhaltende Maßnahmen eingeleitet werden. Die Referentin gab den Schülerinnen und Schülern viele praktische Tipps z.B. wie erkenne ich einen Notfall am Telefon, welche Hinweise für den Transport des Tieres sind für den Klienten hilfreich, welche Symptome sprechen für einen Schockzustand oder wie erfolgt die Reanimation nach dem A-B-C- Schema ?

Der spezielle Teil des Referats befasste sich im Anschluss daran mit konkreten Notfallsituationen - angefangen von den Augenverletzungen über Magendrehung und Verbrennungen bis hin zu Zeckenbissen -jeweils eindrucksvoll unterlegt mit Bildern und Beispielen. Wer Lust hatte konnte zum Schluss die künstliche Beatmung an Jaqueline, der Hunde-Dummy-Dame selbst ausprobieren!

Vielen herzlichen Dank an die sympathische und sehr fachkompetente Referentin, dass sie sich Zeit für uns genommen hat. Die angehenden Tiermedizinischen Fachangestellten sind Dank der Fülle an Informationen, die sie in dem zweistündigen Vortrag bekommen haben, sicher sehr gut gerüstet für den nächsten Notfall in der Praxis!

 

StD Wolfgang Boiger und Tierärztin Fr. Dr. Marion Lettner

Frau Röhlig von der Bayerischen Landestierärztekammer München besuchte die Klasse TFA 10

Schulleiter OStD Werner Kiese zusammen mit der Referentin der Bayerischen Landestierärztekammer Frau Röhlig vor der Klasse TFA 10.

 

„Welche Aufgaben darf ich im Praxis-Alltag wirklich übernehmen?", „Wie gefährlich sind Röntgenstrahlen, wenn man sich direkt im Kontrollbereich aufhält? " „Habe ich Anspruch auf Hospitation in einer Kooperationspraxis?", „Wie sehen meine Arbeitszeiten aus?", „Muss ich auch für  Nacht- bzw. Wochenenddienste zur Verfügung stehen?".
Mit solchen oder ähnlichen Fragen wird sich der Großteil der Klasse TFA 10 schon gequält haben. Sich für einen Beruf als Tiermedizinische Fachangestellte(r) zu entscheiden und die weitere Zukunft in diesem hochspannenden Berufszweig zu gestalten, ist ein großer Schritt, vor dem viele Jugendliche Angst haben.
Genau diese Ängste und Sorgen sprach die Referentin der Bayerischen Landestierärztekammer, Frau Hedwig Röhlig, anlässlich ihres Besuches der Klasse TFA 10  am 27.11.2013 an. In einer lebhaften Diskussion, die sich erwartungsgemäß um die kleinen und großen Nöte und Sorgen der Auszubildenden drehte, wurden viele Fragen zur tierärztlichen Ausbildung aufgeworfen.

Frau Röhlig während der Diskussion mit den Schülerinnen der TFA 10

 

Bis zur letzten Unterrichtsminute bewiesen die Mädels und Jungs der Klasse TFA 10 lebhaftes Interesse und Engagement, auch in vielen Diskussionsbeiträgen untereinander. So konnte Frau Röhlig sehr gut erkennen, wo seitens der Bayerischen Landestierärztekammer möglicherweise Handlungsbedarf besteht, aber auch Bestätigung finden, wo sich die Kammer bereits auf dem richtigen Weg befindet.

Liebe Frau Röhlig, ich möchte mich bei Ihnen, auch im Namen unseres Schulleiters  OStD Werner Kiese und natürlich aller Schülerinnen und Schüler der Klasse TFA 10 nochmals ganz herzlich für Ihren Besuch an unserer Mathias-von-Flurl  Schule bedanken. Als Fachbetreuer freue ich mich auf eine weiterhin gute und freundschaftliche Zusammenarbeit mit der Kammer und hoffe natürlich, dass Sie uns – vielleicht schon im nächsten Schuljahr – wieder besuchen.

Fachbetreuer StD Wolfgang Boiger

Erfolgreiche Premiere – TFA-Lehrkräfte treffen sich in München

"Runder Tisch" der Bayerischen Landestierärztekammer zur Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen Prüfungs-/Aufgabenauswahlausschuss und den Berufsschulen

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Angeregte Diskussionen beim Runden Tisch der Bay. Landestierärztekammer

 


Am 12. Oktober fand auf Initiative und auf Einladung der Bayerischen Landestierärztekammer ein hochinteressanter Erfahrungsaustausch zwischen BLTK, Vertretern des Prüfungs- bzw. Aufgabenauswahlausschusses und den Vertretern der sechs bayerischen Berufsschulen für Tiermedizinische Fachangestellte statt. Ziel dieses „Runden Tisches" war dabei auch ein gegenseitiges Kennenlernen und eine Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen Prüfungs-ausschuss/Aufgabenauswahlausschuss und den Berufsschulen. Frau Röhlig, Referentin für die Ausbildung zur/zum Tiermedizinischen Fachangestellten, freute sich über die große Resonanz: Vertreter aller Berufsschulen des Freistaates nahmen an diesem Gespräch teil.

 

Viele spannende Themenbereiche zur Ausbildung, wie z.B. Fragen zur inhaltlichen Gestaltung der Ausbildungsverträge, zu Hinweisen für sog. „Verkürzer" (Abiturienten mit dreijähriger Ausbildungsdauer, die verkürzen wollen), zur Zusammenarbeit zwischen Kammer und Berufsschulen bei Beschwerden oder zu ausgewählten Fragen zum Laborunterricht in den Schulen, wurden beleuchtet und durch engagierte und interessante Diskussionsbeiträge aus dem Teilnehmerkreis ergänzt. Angeregte Diskussionen gab es auch zur Erstellung von Prüfungsaufgaben und zum Ablauf der praktischen Prüfung. Das BLTK-Referat und die Ausschussmitglieder erhielten von den Teilnehmern auch viele Anregungen und Wünsche, wie z.B. zur Erstellung eines Aufgabenkataloges für Prüfungsaufgaben.

 

Fazit:

Es war eine sehr gelungene Veranstaltung mit vielseitigen, unterschiedlichen Themen und auch interessanten Diskussionsbeiträgen. Die Zeit ging wie im Fluge dahin. Besonders erfreulich war vor allem der gemeinsame Erfahrungsaustausch und das gegenseitige Kennenlernen aller Lehrkräfte an bayerischen TFA-Berufsschulen. Alle Teilnehmer waren sich einig, dass bei der nicht immer spannungsfreien dualen Ausbildung von Tiermedizinischen Fachangestellten (TFA) Tierarztpraxen und Berufsschulen gleichermaßen gefordert sind. Abschließend äußerten fast alle Teilnehmer den Wunsch, dieses Treffen auf jeden Fall als neue Informationsplattform zu wiederholen.

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Frau Röhlig von der BLTK und Fachbetreuer StD Wolfgang Boiger von der Mathias-von-Flurl Berufsschule.

 

Wolfgang Boiger

TFA 11 übernimmt im Tierpark Straubing Patenschaft für das kleine Pinguin-Mädchen „Bess"

- Oder: „Ja wo is denn da die Brille?"

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Fütterung der kleinen Kerle im Frack

Auch in diesem Jahr haben wir, die TFA 11, uns dazu entschlossen, wieder eine Tierpatenschaft im Straubinger Zoo zu übernehmen. Unsere Wahl fiel dabei auf ein kleines süßes Brillenpinguin-Mädchen mit dem Namen „Bess".  Nachdem die Finanzierung in trockenen Tüchern war (hier schon mal vielen Dank an unsere Lehrer sowie an unseren Schulleiter Herrn OStD Werner Kiese, die auch etwas beigesteuert haben) durften wir am 7.5.2013 unser „Patenkind" endlich besuchen.  Gleich nach der Mittagspause machten wir uns auf in Richtung Tiergarten, wo uns Tierparkdirektor Herr Wolfgang Peter  gleich sehr herzlich begrüßte.

Zugegeben, unser Patenkind „Bess" hat einen leicht krummen Rücken, lässt die Schultern vielleicht eine Spur zu stark hängen und überzeugt eher durch einen leicht gebückten als einen grazilen Gang. Aber: Wir Mädels (und Christian) der TFA 11 haben die kleine schwarz-weiß befrackte Pinguindame sofort in unser Herz geschlossen.

Den Höhepunkt des Ausflugs bildete die Fütterung von „Bess" und ihren Kameraden im Pinguingehege durch zwei Mädels unserer Klasse.  Obwohl uns die kleinen Kerle im Frack anfangs erst einmal kritisch beäugten, siegte der Appetit und urplötzlich waren die Tierpflegerin und unsere beiden Mädels von lauter hungrigen Pinguinen umringt. Doch dank dem individuellen Punktemuster, das jeden Brillenpinguin einzigartig macht, konnten wir unser Patenkind zwischen den anderen gleich gut erkennen.

Alles in Allem war es ein sehr schöner Nachmittag, an dem wir wieder viel gelernt haben und viel Spaß hatten.

Besonders freut uns, dass wir durch die Übernahme der Patenschaft unsere feste Verbundenheit mit unserem Straubinger Zoo zeigen und ihn und seine Mitarbeiter bei ihrer täglichen Arbeit  unterstützen können.

Tierparkdirektor Herr Wolfgang Peter beim gemeinsamen Bummel durch den Tierpark

Hier noch einmal vielen Dank an die fleißigen Spender. Unser besonderer Dank gilt auch Tiergarten-Direktor Herrn Peter für die nette und sympathische Betreuung und Führung durch den Tiergarten.

Wir hoffen, dass sich auch die nachfolgenden Klassen wieder für eine Patenschaft interessieren und diese schöne Tradition weiterführen.

 

Carina Dengscherz und Catherine Cornet im Namen aller Mädels (und Christian) der TFA 11

 

 

 


Bedarfsgerechte Tierernährung -eine ganz wichtige Voraussetzung für ein langes Tierleben

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Tierernährungsexpertin Fr. Dr. Kasbeitzer bei Ihrer spannenden Power-Point-Präsentation

 

Die Anforderungen haben sich geändert- ein Wolf musste früher drei Jahre alt werden, sich vermehren und dann durfte er sterben! Heute soll das Haustier möglichst alt werden, um seinem Besitzer lange Freude bereiten zu können. Eine ganz wichtige Voraussetzung für ein langes Hunde-bzw. Katzenleben ist eine art- und bedarfsgerechte Ernährungsweise.  Die kompetente Beratung der Tierbesitzer hinsichtlich der optimalen Fütterung ihrer Lieblinge stellt eine wichtige Aufgabe der TFA in der tierärzlichen Praxis dar. Auch in diesem Jahr –erfreulicherweise bereits zum sechsten Mal - besuchte Frau Dr. Nadine Kasbeitzer von der Firma Hills- Tierernährung in guter Tradition wieder die Schüler(innen) der Klasse TFA 11 der Mathias-von-Flurl-Schule und gab sehr gute Tipps zur Tierernährung.

So wurde z.B. geklärt, warum eine ausreichende Proteinzufuhr wichtig ist für eine gut funktionierende Abwehr, besonders in der postoperativen Heilungsphase oder, dass ein fehlerhaftes Calcium/Phosphor- Verhältnis die Ursache für das sog. Gummikiefer darstellt. Auch die Bedeutung des Wassers als Nahrungsbestandteil wurde besprochen.  Durch das Aufstellen mehrerer Näpfe aus verschiedenen Materialien oder das Betreiben eines Zimmerbrunnens bzw. das Einweichen der Nahrung oder durch Zugabe von  Thunfischsaft kann die Wasseraufnahme bei erhöhtem Bedarf gesteigert werden.

Viele Fragen u.a. auch zum neuesten Trend in der Hundeernährung, dem sog.  BARFen  (biologisch artgerechte rohe Fütterung) konnten  in einer lebhaften Diskussion noch geklärt werden.

 

Ein herzliches Dankeschön an Frau Dr. Kasbeitzer für den interessanten und spannenden Vortrag. Wir  hoffen, dass Sie uns auch im nächsten Jahr auf den neuesten Stand in Sachen Tierernährung bringen wird.

 

Fr. Dr. Marion Lettner, StD Wolfgang Boiger

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Begeisterte Schüler und Schülerinnen der TFA11 mit Referentin Fr. Dr. Nadine Kasbeitzer

 


Ein "tierisches" Ende

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Schülerinnen TFA11

...Den Schülern wurde hier fachkundig die Verwertung und Beseitigung von Schlachtabfällen und toten Tieren aller Art erläutert. Die Tiere und tierischen Abfallprodukte werden dabei zerkleinert, auf 360 Grad erhitzt, getrocknet und gemahlen. Als Enderzeugnisse entstehen Tiermehl, Tierfett und Blutmehl, die als Brennstoffe, Dünger und als Futtermittel für Pelztiere im Ausland verwendet werden (seit der BSE-Krise dürfen diese Futtermittel nicht mehr in Deutschland verwendet werden).

Eine tierisch gute Idee! TFA 11 übernimmt Patenschaft für die kleine „Zazou“

Wir, die Mädels von der Klasse TFA 11, haben ein „Patenkind“, genauer gesagt ein Zwillings-Patenäffchen. Sie ist so kuschelig die Süße, direkt zum Verlieben. Und herzallerliebst wie sie von Natur aus ist, hat sie auch noch einen wunderschönen Namen: Zazou

Am 27.03.2012 feierten wir zusammen mit unseren Lehrern und unserem Schulleiter Herrn OStD

Werner Kiese sowie mit unserem Patenkind „Zazou“ die Namensgebung im Tiergehege Straubing. Die schüchterne „Zazou“, die innerhalb der Familie der Lemuren zur Gattung der Kattas zählt und am 27. Februar 2012 geboren wurde, staunte mit großen Augen über unseren spontanen Besuch, konnte ihre Scheu jedoch nicht ganz überwinden. Interessant ist, dass bei den Kattas die Frauen das Sagen haben, wie uns Tierparkdirektor Wolfgang Peter schilderte. So passt das eigentlich ganz gut zu uns Mädels der TFA 11.

Die Tierpatenschaft ist für uns als erstes natürlich eine einzigartige Verbindung zu unserem Patentier. Und natürlich das gute Gefühl, aktiv etwas für den Unterhalt und die Pflege der Tiere zu tun und uns so auch indirekt am Artenschutz der Tiere zu beteiligen. Rund 80 der insgesamt 1500 Tiere des Zoos Straubing haben einen Paten. Vor allem Erdmännchen und Raubtiere seien besonders beliebt. Interessant ist, dass auch Einzelpersonen und natürlich auch Gruppen oder Unternehmen eine Patenschaft grundsätzlich für jedes Tier übernehmen können. Die Patenschaft ist dabei immer auf ein Jahr angelegt und kann natürlich beliebig verlängert werden. Unsere Klasse hat als Dank für die Übernahme der Patenschaft eine attraktive Patenschaft-Urkunde erhalten. Darin sind viele Infos zu unserem Patentier enthalten, aber auch die herzliche Einladung an unsere Klasse, die kleine Zazou immer besuchen zu können.

 

Unsere Tierpatenschaft war das Ergebnis einer Teamarbeit mit vielen guten Gesprächen. Bedanken möchten wir uns deshalb vor allem bei unseren Lehrern Frau Zimmermann und Fachbetreuer Herrn Boiger, die beide sehr viele gute Ideen zum Gelingen dieses Projektes einbrachten und sofort Feuer und Flamme für die Übernahme einer Tierpatenschaft waren. Ein ganz besonderer Dank geht auch an unsere beiden Tierärzte, die durch ihre Beharrlichkeit diese Tierpatenschaft mitgetragen und mitgefördert haben. Ganz besonders danken möchten wir auch Tierparkdirektor Herrn Wolfgang Peter und seiner Mitarbeiterin und Zoopädagogin Frau  Michaela Gauderer. Ohne sie wäre diese wunderbare Tierpatenschaft nicht zustande gekommen. Allen nochmals ein herzliches Dankeschön.

 

Die Mädels der TFA 11

Mathias-von-Flurl-Schule

Staatliche Berufsschule II

Straubing-Bogen

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D-94315 Straubing

 

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