Rechtsanwaltsfachangestellte/r

Die Tätigkeit im Überblick

Rechtsanwaltsfachangestellte unterstützen Rechtsanwälte und -anwältinnen bei rechtlichen Dienstleistungen und übernehmen Büro- und Verwaltungsaufgaben. Sie betreuen Mandanten, bereiten Schriftsätze oder Akten vor und berechnen Fristen sowie Gebühren.

Rechtsanwaltsfachangestellte arbeiten hauptsächlich in Rechtsanwaltskanzleien, die auch international ausgerichtet sein können. Darüber hinaus sind sie in Inkassobüros tätig, bei Wirtschaftsprüfungsgesellschaften oder in Mahnabteilungen von Versandhäusern, von größeren Warenhausketten oder von Banken und Sparkassen.

 

Die Ausbildung im Überblick

Rechtsanwaltsfachangestellte/r ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG).

Diese bundesweit geregelte 3-jährige Ausbildung wird im Bereich Rechtswesen angeboten.

Im Folgenden sehen Sie einige Aktivitäten rund um den Ausbildungsberuf der Rechtsanwaltsfachangestellten an unserer Schule

„Die bayerische Justiz gleich nebenan“ – Besuch des Amtsgerichts Straubing durch die Rechtsanwaltsfachangestellten RE10 a/b

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An zwei Mittwochen machten sich die Auszubildenden zur/zum Rechtsanwaltsfachangestellten auf den Weg, sich über die bayerische Justiz zu erkundigen. Praktisch, dass der Weg zum in der unmittelbaren Nachbarschaft gelegenen Amtsgericht Straubing keine 200 Meter betrug.

Dort angekommen und im Anschluss an die notwendigen Sicherheitskontrollen wurden wir von Herrn Franz Liebl, Geschäftsleiter des Amtsgerichts Straubing, freundlich in Empfang genommen und in einen der Sitzungssäle geführt.

Durch zahlreiche lebensnahe Beispiele verständlich informierte Herr Liebl im kleinen Sitzungssaal zunächst über den Aufbau der Gerichte, insbesondere jenen des Amtsgerichts. Die Schüler erhielten einen detaillierten Einblick in das Zivil- und Strafgericht sowie den dritten Bereich der Familiensachen und der freiwilligen Gerichtsbarkeit als zentrale Bereiche eines Amtsgerichts. Die daraus erwachsenden Aufgaben sind zahlreich. Ein kleiner Auszug: Das Amtsgericht Straubing bearbeitet in diesen drei Bereichen Zivilprozess-, Familien-, Straf- und Bußgeldsachen sowie Zwangsvollstreckungs-, Nachlass-, Betreuungs-, Vormundschafts-, Insolvenz-, Grundbuch- und Registersachen.

Die zudem vorgestellten Entscheidungsträger (wie zum Beispiel Richter oder Rechtspfleger) und ausführenden bzw. unterstützenden Personen (wie beispielsweise Urkundsbeamte, Gerichtsvollzieher oder Justizwachtmeister) bildeten einen eleganten Übergang zu einem ebenso interessant dargestellten Thema: Die Berufe der Bayerischen Justiz: Neben den obengenannten lag der Fokus vor allem auf den attraktiven Berufen des Justizangestellten und des Justizfachwirts. Diese beiden Berufsgruppen wirken im Rahmen von sogenannten Serviceeinheiten, welche sich aus 3 bis 5 Personen bilden, zusammen. Schon der Aufgabenbereich ließ die Bedeutung und die Verantwortung dieser Serviceeinheiten – und damit der beiden Berufsgruppen – deutlich hervortreten: Neben der Register- und Protokollführung gehören auch die Aktenführung, die Auskunftserteilung, die Zusammenarbeit mit Polizei, Justizvollzugsanstalt, Rechtsanwälten und Notaren sowie die Kooperation mit Richtern, Staatsanwälten und Rechtspflegern zu den Tätigkeiten. Einige Tätigkeiten ähneln sehr stark dem Aufgabenfeld einer Rechtsanwaltsfachangestellten, so dass auch für diese Berufsgruppe nach erfolgreichem Berufsabschluss eine sehr gute Beschäftigungsmöglichkeit beim Amtsgericht besteht, so der Referent. Dahingehend erhielten die Schüler einen kurzen Überblick über den Ablauf der Ausbildung zum Justizfachwirt. Abschließend zeigte ein kurzer Film zusammenfassend die wichtigsten Informationen zu den Berufen in der bayerischen Justiz.

Im Anschluss konnten die Schülerinnen und Schüler noch Fragen stellen und die Vielfalt der Aufgabenbereiche bayerischer Amtsgerichte mit dem Referenten diskutieren.

Wir, die Schülerinnen und Schüler ebenso wie die Lehrkräfte Frau Vandieken und Herr Hollweck, möchten uns bei Herrn Liebl herzlich für den informativen und interessanten Vortrag bedanken. Es war bereichernd, durch eine so kompetente und erfahrene Person wie Sie Einblick in die Bayerische Justiz zu erhalten.

Das Memorium Nürnberger Prozesse – die Vergangenheit hautnah erleben

Die Gelegenheit, Geschichte einmal hautnah erleben zu können, nutzten die Schülerinnen der Klassen RE 11b und RE 12a zusammen mit den Lehrkräften Frau Vandieken und Herrn Boiger.

Gut vorbereitet und mit geweckter Neugierde besuchten wir am 14.12.2016 das Memorium Nürnberger Prozesse, um uns mit der NS-Vergangenheit reflektierend auseinanderzusetzen. Ausgerüstet mit Audioguides starteten wir unseren hochinteressanten Rundgang im Dachgeschoss des Schwurgerichtsgebäudes, wo sich eine Infomations- und Dokumentationsstätte befindet. Sie klärt auf über die Angeklagten und ihre Verbrechen, die 1946-49 durchgeführten „Nürnberger Nachfolgeprozesse" sowie die Auswirkungen der Verfahren bis in die Gegenwart. Viele ausgewählte Objekte, wie z.B. Teile der originalen Anklagebank oder historische Ton- und Filmdokumente, haben uns einen sehr lebendigen Eindruck vom damaligen Prozessgeschehen vermittelt.

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Lernen am historischen Ort

Besonders gespannt waren wir natürlich auf den legendären Schwurgerichtssaal 600, der sich im Ostteil des Nürnberger Justizpalastes befindet. Der Saal 600 ist nicht einfach ein Sitzungssaal, wenn er auch heute noch regemäßig als solcher genutzt wird. Er ist Ort des Erinnerns und Ort der Mahnung. In diesem Saal begann am 20.11.1945 der Prozess gegen 21 führende Vertreter des NS-Regimes, die beschuldigt wurden, im Zusammenhang mit dem Zweiten Weltkrieg Verbrechen gegen Frieden und Menschlichkeit  begangen zu haben.

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Blick in den historischen Schwurgerichtssaal 600

Der Raum hat eine bewusst einschüchternde Wirkung, die auch wir zu spüren bekamen. Insbesondere die Tatsache, dass hier viele hochrangige NS-Vertreter zum Tode und zu Haftstrafen verurteilt wurden, mussten wir erst einmal auf uns wirken lassen.

Es war ein sehr anstrengender Geschichtsmarathon, der doch gleichzeitig sehr beeindruckend war. Vielen von uns eröffnete das Memorium Nürnberger Prozesse einen tiefen Einblick in die dunkle – zum Glück vergangene – NS-Zeit. Wir wünschen uns, dass so etwas Schreckliches und Menschenverachtendes nie wieder passiert!

Gemeinsam haben wir unseren hochinteressanten „Geschichtstag" auf dem Nürnberger Christkindlesmarkt in wunderschöner, weihnachtlicher Atmosphäre und bezauberndem Ambiente mit (alkoholfreiem) Glühwein und Nürnberger Rostbratwürsten „im Weckla" gemütlich ausklingen lassen.

 

StD Wolfgang Boiger

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Abschlussfoto auf dem Nürnberger Christkindlmarkt

Die bayerische Justiz und ihre Berufe - RE 10a/b zu Besuch beim Amtsgericht Straubing

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Die Klasse RE 10b mit Geschäftsleiter Herrn Franz Liebl

 

Justiz – was ist das eigentlich? Was hat ein Amtsgericht alles zu tun? Welche Streitfälle werden vor den ordentlichen und besonderen Gerichten entschieden? Welche Aufgaben nehmen Justizfachangestellte bei Gerichten und Staatsanwaltschaften wahr? Beamter – ist das heute noch ein zeitgemäßer Beruf?

Auf diese und viele weitere Fragen erhielten die angehenden Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten der Klassen RE 10a/b, anlässlich ihres Besuches beim Amtsgericht Straubing am 26.11.2015 und 02.12.2015, fundierte Antworten vom Geschäftsleiter des Amtsgerichtes Herrn Franz Liebl.

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Die Klasse RE 10a mit Geschäftsleiter Herrn Franz Liebl

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Geschäftsleiter Herr Franz Liebl während seines spannenden Vortrages

 

Gleich zu Beginn seines spannenden und hochinformativen Vortrages beleuchtete der Referent das Thema Justiz von vielen Seiten und zeigte, wie vielfältig tatsächlich die Aufgaben der Gerichte, insbesondere die eines Amtsgerichtes, sind. Herr Liebl betonte, dass die große Zahl der rechtlichen Beziehungen, die durch das Zusammenleben der Menschen in der Gesellschaft bestehen oder entstehen können, in den Aufgaben, die an einem Amtsgericht erledigt werden, ihren Niederschlag findet. Herr Liebl skizzierte insbesondere aus der Sicht eines Geschäftsleiters sehr ausführlich das breit gefächerte Aufgabengebiet eines Amtsgerichtes. So bearbeitet das Amtsgericht Straubing als Eingangsgericht Zivilprozess-, Familien-, Straf- und Bußgeldsachen sowie Zwangsvollstreckungs-, Nachlass-, Betreuungs-, Vormundschafts-, Insolvenz-, Grundbuch- und Registersachen. In der Justiz gibt es eine Vielzahl attraktiver und interessanter Berufe, so der Referent. Als Beispiele nannte Herr Liebl vor allem die Berufsfelder Justizfachwirte und –angestellte. So erledigen Justizangestellte insbesondere organisatorische und verwaltende Büroarbeiten bei Gerichten und Staatsanwaltschaften, verwalten Akten, berechnen Fristen, erledigen den Schriftverkehr und beglaubigen Schriftstücke. In Serviceeinheiten wickeln sie zudem den Parteiverkehr mit Bürger/innen ab. Diese Tätigkeiten ähneln sehr stark dem Aufgabenfeld einer Rechtsanwaltsfachangestellten, so dass auch für diese Berufsgruppe nach erfolgreichem Berufsabschluss eine sehr gute Beschäftigungsmöglichkeit beim Amtsgericht besteht, so der Referent.

Im Anschluss konnten die Schülerinnen und Schüler noch Fragen stellen und die Vielfalt der Aufgabenbereiche bayerischer Amtsgerichte mit dem Referenten diskutieren. So toll informiert sollte auch bei den anstehenden Lernsituationen des bürgerlichen Rechts dieses komplexe Thema keine Probleme mehr darstellen.

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StD Wolfgang Boiger bedankt sich recht herzlich mit einem guten Tropfen „Chablis"

beim Geschäftsleiter des Amtsgerichtes Straubing für die Einladung

 

Lieber Franz, ich möchte mich bei dir auch im Namen der Schülerinnen und Schüler ganz herzlich für deine begeisternde Präsentation bedanken. Wir freuen uns alle schon auf deinen nächsten Vortrag. Danke.

Wolfgang Boiger, StD

Gerichtsvollzieherin im Gespräch mit den Rechtsanwaltsfachangestellten unserer Schule!

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Am 23.02.2015 und am 02.03.2015 besuchte die Gerichtsvollzieherin Frau Christine Richter vom Amtsgericht Wolfratshausen die Mathias-von-Flurl-Schule in Straubing auf Einladung von Herrn Werner Winter und Herrn Wolfgang Boiger. Frau Richter referierte über die Regelbefugnisse und über das Aufgabenfeld einer Gerichtsvollzieherin vor vier Rechts-anwaltsklassen der Straubinger Berufsschule. Ausgehend vom Lehrplan für Rechtsanwaltsfachangestellte erklärte Sie theoretisch und praktisch das Vollstreckungsorgan „Gerichtsvollzieher" im Rahmen der Zwangsvollstreckung als selbstständiges Organ der Rechtspflege. Frau Richter bezog sich auch in ihrem Vortrag auf prüfungsrelevante Themen, wie die Vermögensauskunft, Drittauskünfte, Vorpfändung und Pfändungs- und Überweisungsbeschlüsse, welche mit großem Interesse von den Schülerinnen der Abschlussklassen verfolgt wurden. Diese Themen werden insbesondere im neuen Lehrplan, der im Schuljahr 2015/16 in Kraft tritt, eine wichtige Rolle spielen.

Ferner schilderte die Referentin den beruflichen Werdegang einer Gerichtsvollzieherin sowie die mitzubringenden Qualifikationen und Anforderungen eines Bewerbers für diese Tätigkeit. Sie betonte die selbstständige Stellung einer Gerichtsvollzieherin, welche besonders durch den § 802 b ZPO „Die Gerichtsvollzieherin soll in jeder Lage des Zwangsvollstreckung auf eine gütliche Erledigung bedacht sein" zum Ausdruck kommt. Zum Schluss des Vortrags konnten die Schülerinnen noch Fragen an Frau Richter stellen, was auch rege genutzt wurde. Damit wurde das Ziel der Veranstaltung erreicht, nämlich die Kluft zwischen der Theorie und der Praxis im schwierigen Dschungel der deutschen Justiz zu verringern. Wir bedanken uns ganz herzlich auch im Namen unseres Schulleiters OStD Werner Kiese für den informativen Vortrag von Frau Richter und freuen uns auf einen Besuch im nächsten Schuljahr.

 

OStR Werner Winter und StD Wolfgang Boiger

Mit Kontakten punkten – „Wir sind Dienstleister“

Professionelle und effektive Mandantenbetreuung in Rechtsanwaltskanzleien

Rechtsanwalt Prof. Gerauer mit Büroleiterin Fr. Fränzel zu Besuch an unserer Schule

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Rechtsanwalt Prof. Gerauer und Büroleiterin Fr. Fränzel

 

Ein Thema, das gerne unterschätzt wird: "Wir sind Dienstleister"!

Welchen Service „erfährt" ein potentiell neuer Mandant, wenn er in die Kanzlei kommt? Fühlt er sich als „Störenfried"? Fühlt er sich wertgeschätzt? Meist entscheidet bereits der erste Kontakt, ob er Vertrauen aufbaut oder nicht. Die Hälfte der Mandanten verlassen eine Kanzlei, weil der Service nicht stimmt.„ Was läuft da falsch ....?" bzw. „Wie sieht der professionelle Umgang mit einem Mandanten aus?" und „Welche Rolle spiele ich dabei?"

Der professionelle Umgang mit einem Mandanten fängt bereits am Telefon an. Dazu gehört neben kultivierten Umgangsformen, einem freundlichen Umgangston auch eine klare, verständliche Ausdrucksweise. Zur Vermeidung entsprechender Nachfragen sollte gleich zu Beginn des Gesprächs der Name des Anrufers notiert werden. Nicht nur im Rahmen der telefonischen Mandantenbetreuung bedarf es guter Umgangsformen. Auch bei der persönlichen Betreuung vor Ort sind diese unverzichtbar.

Dem Mandanten ist freundlich, zuvorkommend und höflich zu begegnen, auch wenn er z.B. ohne Termin kommt oder zu einem Zeitpunkt, der von Stress und Hektik geprägt ist. Er muss sich immer willkommen fühlen.

Die Professionalität der Kanzlei hängt auch von dem Erscheinungsbild der Mitarbeiter ab. Insoweit ist sowohl die korrekte, saubere Kleidung als auch die optimale, richtige Körperhaltung von besonderer Wichtigkeit. Hierbei ist das gepflegte Äußere genauso wichtig, wie eine entspannte, freundliche Mimik und Stimme.

Auch das Serviceangebot einer Kanzlei ist besonders wichtig. Der Mandant sollte von der zuständigen Mitarbeiterin zum Wartebereich geführt werden, Jacke/Mantel sind in Empfang zu nehmen, Zeitschriften sollten zur Verfügung stehen und dem Mandanten Getränke (Kaffee, Wasser...) angeboten werden.

Je wohler sich der Mandant während der Wartezeit fühlt, umso entspannter kann die anschließende Besprechung stattfinden.

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Die Mädels der RE 11b und RE 12a lauschten gespannt dem Vortrag

 

Eine gute „Büromanagerin" ist für einen Rechtsanwalt im wahrsten Sinne des Wortes „Geld" wert. Nicht nur weil sie die Mandanten an die Kanzlei bindet, sondern auch, weil sie optimale Organisationsstrukturen schafft und darüber hinaus enorm wichtige Kenntnisse im Gebührenrecht und in der Zwangsvollstreckung hat. ... Denn nicht alles wird in einem Jura-Studium vermittelt. In manchen Dingen hat die Rechtsanwaltsfachangestellte die Nase vorn. Und dessen muss man sich auch mal bewusst sein.

Wer will, kann Karriere machen. Mit entsprechender Eigeninitiative ist viel möglich. Das zeigt Büroleiterin Frau Fränzel nicht nur durch die entsprechenden Ansatzpunkte aus der Praxis, sondern vor allem durch ihren eigenen Berufsweg. Als ausgebildete Rechtsanwaltsfachangestellte hat sie sich über viele Fortbildungen in einer Kanzlei mit Personalverantwortung für viele Mitarbeiterinnen binnen 10 Jahren „empor"-gearbeitet ... und das alles macht ihr sichtlich Spass.

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Rechtsanwalt Prof. Gerauer, StD W. Boiger, Fr. Fränzel

 

Vielen Dank, Herr Prof. Gerauer, vielen Dank Frau Fränzel für den Blick in eine „professionelle" Zukunft, so wie sie uns auch gefällt.

 

Wolfgang Boiger, StD

Viel gefragt und viel erfahren – Ausbildungsmesse in der Joseph-von-Fraunhofer-Halle

Zum ersten Mal fand am Freitag, den 16. Mai 2014 in der Joseph-v on-Fraunhofer-Halle die Ausbildungsmesse statt. Schüler, Eltern und Interessierte waren zahlreich gekommen – ein voller Erfolg aus Sicht von Ausstellern und Veranstaltern.

 

Auch unsere Schule, die den Stand der Rechtsanwaltskammer München betreute, wurde von unseren derzeitigen Auszubildenden Magdalena Zacherl und Anastasia Kryukov sowie den beiden Lehrkräften StD Peter Boeske und StD Wolfgang Boiger vertreten.

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Unsere beiden AZUBIS, Magdalena Zacherl und Anastasia Kryukov, beantworteten viele Fragen zur Berufsausbildung zum Rechtsanwaltsfachangestellten/zur Rechtsanwaltsfachangestellten.

 

Bei der Vielfalt der heute möglichen Ausbildungsberufe ist es nicht leicht, die Entscheidung für die eigene berufliche Laufbahn zu treffen. Zahlreiche Fragen stellen sich: Welcher Beruf entspricht am ehesten meinen Talenten, welche Voraussetzungen muss ich für meinen Traumberuf mitbringen, welche Karrierechancen habe ich nach dem Berufsabschluss?

Diese und ähnliche Fragen konnten von unseren beiden AZUBIS sehr gut beantwortet werden. Eine Mutter war mit ihrer Tochter gekommen. „Ich könnte mir gut vorstellen, bei einem Rechtsanwalt zu arbeiten, so die Neuntklässlerin. Eine weitere interessierte Schülerin fragte nach Praktika. „Nach dem Abi möchte ich noch nicht gleich mit dem Studium loslegen, sondern erstmal ein Jahr Reisen und Praktika machen.

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Unser Schulleiter, OStD Werner Kiese, charmant eingerahmt von unseren beiden

Mädels am Infostand der Rechtsanwaltskammer München; rechts: Kollege StR Florian Muthmann


Viele Besucher, die sich jetzt schon Gedanken über ihre berufliche Zukunft machen, sind mit ganz gezielten Fragen auf uns zugekommen. Eine junge Dame macht dieses Jahr Abitur. Sie möchte später gerne als Juristin arbeiten. „Ich möchte aber zuvor eine Ausbildung zur Rechtsanwaltsfachangestellten absolvieren. Toll, dass ich mich jetzt schon so gründlich informieren kann."

Wir waren alle sehr zufrieden und denken, unser Ansinnen, eine Informations-Plattform für interessierte junge Leute zu schaffen, ist uns geglückt.

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Viele gute Infos zur Berufsausbildung gaben StD Wolfgang Boiger und sein „Beraterteam"

 

Nochmals ein ganz herzliches Dankeschön für die großartige Unterstützung und damit verbundene Mühe an unsere beiden charmanten Mädels von der RE 11b und RE 12a.

StD Wolfgang Boiger

Konstituierende Sitzung des Prüfungsausschusses Straubing

Am 29. April 2014 fand an unserer Mathias-von-Flurl -Schule die konstituierende Sitzung des Prüfungsausschusses Straubing für den Rechtsanwaltskammerbezirk München statt.

 

Nachdem der langjährige Vorsitzende des Prüfungsausschusses Herr StD Peter Boeske aus Altersgründen aus dem Prüfungsausschuss ausgeschieden ist und auch weitere Mitglieder auf eigenen Wunsch ihre Tätigkeit in diesem Ausschuss beendet haben, waren Neuwahlen notwendig. Der Prüfungsausschuss wählte Herrn StD Wolfgang Boiger zu seinem Vorsitzenden. Als sein Stellvertreter wurde Rechtsanwalt Herr Karl-Heinz Behammer aus Passau gewählt.

 

Herr StD Peter Boeske bedankte sich bei seinen „Mitstreitern" für die jahrzehntelange harmonische Zusammenarbeit zum Wohle der Auszubildenden und gratulierte dem neuen Vorsitzenden Herrn StD Wolfgang Boiger recht herzlich zu seiner Wahl.

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Der neue und der bisherige Vorsitzende des Prüfungs-

ausschusses: StD W. Boiger und StD P. Boeske

 

Der neue Prüfungsausschuss, der vom Vorstand der Rechtsanwaltskammer München gem. § 40 Abs.3 BBiG (§ 2 PO) mit Wirkung ab 1.04.2014 für die Dauer von vier Jahren berufen wird, setzt sich nun wie folgt zusammen:

 

Mitglieder:
Frau RAin Christina Koller (Deggendorf), Herr RA Karl-Heinz Behammer (Passau), Frau Ulrike Beringer (Bogen), Herr Harald Minisini (München), Herr StD Wolfgang Boiger (BS Straubing) Frau StDin Ulrike Sinz (BS Straubing)

 

Stellv. Mitglieder:

Frau RAin Susanne Vilsmeier (Zwiesel), Frau RAin Christiane Zollner (Viechtach), Frau Sandra Englisch (Landshut), Frau Sabrina Lang (Aicha v. Wald), Herr OStR Werner Winter (BS Straubing), Herr FOL Sascha Veitl (BS Straubing).

 

Im Anschluss an die konstituierende Sitzung hat die Rechtsanwaltskammer München alle Mitglieder des Prüfungsausschusses Straubing zu einem schönen gemeinsamen Abendessen eingeladen. Beim gemütlichen Beisammensein und bei ausgezeichneter Stimmung, auch unter Anwesenheit von RA Dr. Schröter (Mitglied des Kammervorstandes), konnten alle Mitglieder ihre Eindrücke austauschen und den ereignisreichen Tag bei einem leckeren Essen und einem guten Glas Wein ausklingen lassen.

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Der neue Prüfungsausschuss Straubing für Rechtsanwaltsfachangestellte

Wissen und Können – Die Neuordnung der Rechtsberufe

Im Zuge der Neuordnung des Ausbildungsberufes „Rechtsanwalts-, Notar- und Patentanwaltsfachangestellte/r" tritt zum Schuljahr 2015/16 ein neuer Lehrplan in Kraft. Die Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung hat dazu alle Lehrkräfte, die an bayerischen Berufsschulen schwerpunktmäßig in diesen Ausbildungsberufen unterrichten, zu einer Fortbildung eingeladen.

Ziel des Lehrganges war es, den Lehrkräften die wichtigen Eckpunkte der curricularen Neuausrichtung darzulegen. Des Weiteren sollte die Umsetzung der Neukonzeption des neuen Lehrplans zeitnah und kompetent verwirklicht werden.

Unsere Schule war durch die beiden Lehrkräfte OStR Werner Winter und StD Wolfgang Boiger vertreten.

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Lehrgangsleiter StD Herr Dr. Laqua, OStRin Fr. Funk-Loheit, StRin Fr. Ruile, StD H. Boiger

 

Der demographische Wandel sowie das sinkende Interesse an diesem Ausbildungssektor waren Anlass für eine Überarbeitung der Ausbildungsordnung. Der Änderungsbedarf besteht, schon allein aufgrund der Dynamik der allgemeinen, wirtschaftlichen und arbeitsorganisatorischen Entwicklung in den letzten Jahren. So haben sich z.B. die Qualifikationsanforderungen im Bereich der Kommunikations- und Informationsmittel geändert wie auch dem Beherrschen einer Fremdsprache, z.B. Englisch, eine immer größere Bedeutung zukommt.

Der neue (schulische) Rahmenlehrplan greift in verschiedenen Lernfeldern diese Entwicklung auf und versucht durch Handlungssituationen aus dem Berufsleben Vorgänge und Arbeitsabläufe in Rechtsanwaltskanzleien allgemein darzustellen, damit die Schüler/-innen entsprechende Fach- und Handlungskompetenzen im Berufsalltag erlernen können.

Wissen und Können sind in Zukunft gefragte Kompetenzen – die Rechtsanwaltsfachangestellte übernimmt rechtsanwendende, organisatorische und kaufmännische Aufgaben. Sie bereitet Schriftsätze und Akten vor, plant und überwacht Termine und berechnet Fristen sowie Gebühren, erfasst komplexe rechtliche Zusammenhänge und überblickt den Geschäfts- und Arbeitsprozess und kann die Auswirkungen ihrer Tätigkeit beurteilen. Sie entwickelt aber auch Empathie und Toleranz sowie Verständnis für soziokulturelle Unterschiede.

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OStR Herr Winter Werner bei der spannenden Präsentation einer interessanten Lernsituation aus dem Lernfeld 1 „Beruf und Ausbildungsbetrieb präsentieren"

 

Fazit:

Es war eine sehr gelungene und arbeitsintensive Fortbildungsveranstaltung mit vielseitigen, unterschiedlichen Themen und auch interessanten Diskussionsbeiträgen. Die Zeit ging wie im Fluge dahin. Besonders erfreulich war vor allem der gemeinsame Erfahrungsaustausch und das gegenseitige Kennenlernen aller Lehrkräfte an bayerischen Berufsschulen. Die Teilnehmer waren sich einig, dass das neue Lernfeldkonzept alle Akteure der beruflichen Bildung vor große Herausforderungen stellt, denn die angehenden Rechtsanwaltsfachangestellten und späteren Fachkräfte der Rechtsberufe sind nicht nur Anwalts Lieblinge, sondern zudem unverzichtbare rechte Hände der Kanzleien im schwierigen Dschungel der deutschen Justiz.

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Die Lehrkräfte des Lehrgangs arbeiteten intensiv an der handlungsorientiert aufbereiteten Lernsituation "Abwicklung von Kaufverträgen in der Kanzlei".

 

StD Wolfgang Boiger

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willkommen auf der Bildungsmesse Südostbayern 2013 in Eggenfelden

 

Der erfolgreiche Einstieg in das Berufsleben beginnt mit der Auswahl des richtigen Berufsziels. Weil die Berufswelt immer komplexer wird, ist die Berufswahl eine der wichtigsten, aber auch schwierigsten Entscheidungen für junge Menschen. Um die richtige Wahl zu treffen, sind frühzeitige und umfassende Informationen über die beruflichen Möglichkeiten, über verschie-dene Tätigkeitsfelder, über Erwartungen und Anforderungen in den Berufen und nicht zuletzt Kenntnisse über persönliche Interessen und Stärken von großer Bedeutung.

Gerade hier bot die Bildungsmesse in Eggenfelden eine wichtige Orientierungshilfe. Sie kann hier der Treffpunkt sein, an dem Angebot und Nachfrage zusammenkommen, vor allem dann, wenn man ein Berufsbild für sich entdeckt, das man zuvor vielleicht noch nie in Betracht ge-zogen hat.

Ein besonders interessantes Berufsbild ist die Ausbildung zur/zum Rechtsanwaltsfachangestellten. Für unsere Schule betreuten OStR Werner Winter und StD Wolfgang Boiger den Ausbildungsstand der Rechtsanwaltskammer München. Besonders erfreulich war, dass auch zwei Auszubildende, aus der 10. Jahrgangsstufe Frau Wieland und aus der 11. Jahrgangsstufe Frau Holmer, sich bereit erklärt hatten, den Ausbildungsstand mit ihren bisher gemachten Erfahrungen im Ausbildungsberuf zur Rechtsanwaltsfachangestellten zu unterstützen.

Auf der Bildungsmesse wurden viele Fragen von den Besuchern gestellt. Am häufigsten wurde von den Interessenten nach der Ausbildungsdauer, den Verkürzungsmöglichkeiten und den Weiterbildungsangeboten gefragt. Auch im Fokus des Interesses stand die Zugangsmöglichkeit zu den Fachhochschulen über den Weg des Rechtsanwaltsfachwirts nach der erfolgreichen Ausbildung zum Rechtsanwaltsfachangestellten. Außerdem informierten sich die Schüler über die Berufsschulen in Bayern, die diesen Ausbildungsberuf anbieten.

Generell lässt sich feststellen, dass die richtige Berufswahl für die Zukunft im Berufsleben von entscheidender Bedeutung ist. Viele Jugendliche greifen dabei auf traditionelle oder bekannte Berufe zurück, ohne die Vielzahl der Möglichkeiten auszuschöpfen. Wie finde ich meinen Wunschberuf, welche Ausbildungsmöglichkeiten gibt es in der Region, welche Aufstiegschan-cen bietet mein Wunschberuf?

Fazit: Der Besuch einer Bildungsmesse ist immer eine Investition in die persönliche Zukunft!


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Auszubildende Frau Wieland: Eine charmante Begrüßung mit Herz!

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StD Wolfgang Boiger und Auszubildende Frau Wieland in gespannter Erwartung auf die Besucher der Messe.

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Interessante und informative Gespräche am Stand der Rechtsanwaltskammer München.

Mathias-von-Flurl-Schule

Staatliche Berufsschule II

Straubing-Bogen

Stadtgraben 54
D-94315 Straubing

 

Tel. +49 (0) 9421 23811
Fax +49 (0) 9421 23884