ADAC macht „Mobil mit Köpfchen“ – Die Mathias-von-Flurl Berufsschule beteiligt sich am Nachhaltigkeitsprojekt

„Achtung, Achtung hier spricht die Polizei! Der Beifahrer darf sich 20 € aus dem Handschuhfach nehmen," brüllt Herr Baller vom ADAC mit dem Megafon. Keine Regung auf Seiten der vier Schülerinnen im PKW, Gelächter der Schülerinnen und Schüler um ihn herum. Die Szene wirkt absurd. Auch die Insassen im Auto lachen, aber wohl eher angesteckt durch ihre Mitschüler. Denn keine von ihnen konnte die Anweisungen verstehen. Es handelt sich um eine praktische Übung aus dem Nachhaltigkeitsprojekt „Mobil mit Köpfchen" vom ADAC, das Schüler für umweltfreundliches aber auch umsichtiges Fahren sensibilisieren soll. Die eben simulierte Diskofahrt verdeutlicht, dass bereits bei einer Musiklautstärke von 70 dB keinerlei Außengeräusche mehr wahrgenommen werden können.

Zunächst beginnt Herr Baller mit einem kurzweiligen Theorieteil, bei dem die Klasse mit dem Referenten Tipps zum benzinsparenden, geräuscharmen und materialschonenden Fahren sammelt. Es werden die Auswirkungen der richtigen bzw. falschen Drehzahl und des damit verbundenen Gangs, der Reifendruck, Lärm und Abgasmessung beim Auto sowie vorausschauendes Fahren thematisiert. Mithilfe des Schulungsmaterials dürfen die Schüler vor dem Praxisteil schätzen, wie hoch der Geräuschpegel und die Menge der Emissionen beim Autofahren mit verschiedenen Geschwindigkeiten und unterschiedlichen Gängen bzw. Drehzahlen sind.

Um die Schätzwerte zu überprüfen, messen die Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Praxisteils selbst zunächst mit dem Messgerät, wieviel Dezibel Baller mit dem Testfahrzeug in verschiedenen Gängen bei der gleichen Geschwindigkeit produziert. Für Schüler und Lehrer gleichermaßen war es sehr beeindruckend, wie stark sich die Lautstärke mit dem Einlegen des richtigen Gangs reduzieren lässt.

Der nächste Versuch thematisiert die Abgaswerte beim Autofahren. Dafür bezieht Herr Baller fast die ganze Klasse aktiv mit ein. So hält eine Schülerin die Drehzahl konstant auf 1000 bzw. 3000 U/min, während die restlichen Schüler damit beschäftigt sind, die Abgase in großen gelben Luftballons aufzufangen, deren Umfang zu messen und schließlich das Volumen zu berechnen. Allein durch den Anblick der Luftballons wurde einem jedoch schon klar, dass eine höhere Drehzahl die Emissionswerte stark ansteigen lässt. Mit weiteren hilfreichen Tipps zum nachhaltigen und umweltschonenden Fahren beendet Herr Baller die 90-minütige Veranstaltung. Für ihn ist der Tag allerdings noch nicht zu Ende. Es warten noch drei weitere Klassen der Mathias-von-Flurl-Schule auf praktische Lösungen zum nachhaltigen Fahren. Um auf die verschiedenen Klassen individuell eingehen zu können, hat er im Anhänger auch ein Motorrad dabei, an dem die Messungen ebenfalls durchgeführt werden können. Aufgrund des hohen Praxisteils vergeht die Veranstaltung wie im Flug. Durch ihre Aufmerksamkeit und aktive Mitarbeit zeigen dieKlassen, wie spannend und wichtig die Thematik für sie ist. Die Schule bedankt sich herzlich bei Herrn Baller und dem ADAC für die großartige Aktion.

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Mathias-von-Flurl-Schule

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